5 Tipps für einen gelungenen Hüttenabend

Hüttenübernachtung: Planung und Equipment

Was gibt es Schöneres, als einen anstrengenden Touren­tag in einer urigen Berghütte gemütlich ausklingen zu lassen? outdoor verrät Ihnen die fünf besten Tipps, wie der Hüttenbesuch zum perfekten Erlebnis wird.

 

Coburger Hütte
Foto: Tiroler Zugspitz Arena Gemütlicher Ausklang nach einer anstrengenden Tour, wie hier auf der Coburger Hütte in Österreich.

1. Gut informieren
Wer vor Überraschungen sicher sein möchte, informiert sich über Bewartungszeiten und Ausstattung der Hütten bereits bei der Tourenplanung. Informa­tionen zu allen Hütten des Deutschen Alpenvereins findet man auf der Internetseite www.dav-huettensuche.de. Über
die Schweizer Hütten informiert die Seite www.sac-cas.ch, über die österreichi­schen www.alpenverein.at.

Eine gute Übersicht über sämtliche europäischen Hütten bietet die Seite www.hutten.be. Hier finden Sie neben der genauen Hüttenlage und -ausstattung auch deren Telefonnummer und Bewartungszeiten.

2. Rechtzeitig reservieren
Vor allem in der Hauptsaison sowie an den Wochenenden empfiehlt es sich, die Hütten mindes­tens zwei Wochen im Voraus zu buchen. Wer nicht im Massenlager, sondern in den ruhigeren Mehrbettzimmern unterkommen möchte, sollte sechs Wochen vorher reservieren. Vor­ausetzung dafür ist häufig die Mitgliedschaft beim jeweiligen Alpen­verein. Sie lohnt bei mehreren Hüttennächten sowieso, da Mitglieder einen stark ermäßigten Preis zahlen. Sie möchten mit Ihrem Hund in die Hütte? Das erlauben nur wenige Pächter, ein Anruf gibt Aufschluss. Sie sind Vegetarier oder leiden unter einer Lebensmittelunverträglichkeit? Informieren Sie bereits bei der Buchung die Hütte darüber, dann kann sich die Küchencrew rechtzeitig darauf einstellen.

3. Das Nötige mitnehmen
Wichtigstes Utensil für Hütten­übernachtungen sind Ohrenstöpsel, sie absorbieren störende Schnarch- und Poltergeräusche im Massenlager und lassen Sie gut schlafen. Auch ein Inlett ist Pflicht; es wahrt den nötigen Hygieneabstand zu Wolldecke und Matratzenbezug. Ideal sind Seiden­inletts, sie wiegen um 100 Gramm und fressen im Rucksack nicht mehr Platz als ein Tennisball. Auch sollten Sie einen Satz Wechselwäsche für die Nacht dabeihaben. Gut eignen sich Langarmhemd und -hose aus dünnem Funktionsmaterial. Um kalten Füßen vorzubeugen, sollten Sie auch die passenden Hüttenschuhe mit im Gepäck haben. Eine kleine Auswahl aktueller Modelle zeigt die folgende Mediashow:

Sie brauchen ein eigenes Kopfkissen? Klein verpackbar und leicht ist etwa das Compressible Pillow von Therm-a-Rest (ca. 20 €). Wem das Lagerkopfkissen reicht, deckt es aus Hygienegründen mit seinem Fleece oder der Softshelljacke ab. Damit Sie nachts den Weg zum Klo finden, darf auch eine Stirnlampe nicht fehlen. Tipp: ein Modell mit zusätzlichem Rotlicht (z.B. Petzl Tikka Plus oder Silva Ninox). Damit können Sie das Lager verlassen ohne Ihre Schlaflagerkameraden zu blenden.

Fotostrecke: Die neuesten Haus- und Hüttenschuhe

8 Bilder
Foto: Studio Nordbahnhof
Foto: Studio Nordbahnhof
Foto: Studio Nordbahnhof

4. Richtig benehmen
Vor allem auf Schweizer Hütten wird abends gemeinsam gespeist, und zwar um 18.00 Uhr – Pünktlichkeit ist Pflicht! Auch wenn die Hütte keine Dusche besitzt: Mit Waschlappen, Travelhandtuch und Wechselhemd stellen Sie Ihre Speise­saal­­kompatibilität nach schweiß­­treibender Tour ruck, zuck wieder her.

5. Gut schlafen
Verzichten Sie auf übermäßigen Alkoholgenuss oder opulente Mahlzeiten: Beides geht zulasten der Schlafqualität. Sind im Lager noch genügend Schlafplätze frei, sollten Sie wählerisch sein: Wer‘s nachts gerne kühl hat, schläft (bei Stockbetten) unten und in der Nähe des Fens­ters. Wer hingegen Wärme braucht, schläft oben und hält Abstand zum Fenster – das nachts in der Regel geöffnet bleibt.

04.06.2011
© outdoor
Ausgabe 12/2010