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Tipps zum Schlafsackkauf
Wie warm muss ein Schlafsack sein? Daune oder Kunstfaser? outdoor klärt auf.
Die Temperaturangaben unter der Lupe
Bei Temperaturangaben orientieren Sie sich am Komfort (rot) oder Limit (orange, s. Grafik), nie am Extremwert. Die Komfortgrenze gilt für Schläfer, die schnell frieren, die Limitangabe für Hitzköpfe. Diese Angaben dienen aber nur zur Orientierung, da jeder Mensch anders auf Kälte reagiert!
Wie warm muss ein Schlafsack sein?
Für Touren im Hochsommer genügt ein Temperaturbereich bis plus zehn °C, im Gebirge bis null °C. Für Treks von Frühjahr bis Herbst wählt man einen Dreijahreszeitenschlafsack mit einer Wärmeleistung bis minus fünf °C. Wer extrem schnell friert oder ohne Kapuze schläft, zieht von diesen Empfehlungen nochmals zehn bis fünfzehn °C ab.
Kunstfaser oder Daune?
Daunenschlafsäcke sind extrem kuschelig und bei gleicher Wärmeleistung bis zu 30 Prozent leichter und kleiner verpackbar als Synthetikmodelle. Sie halten ewig, kosten aber auch viel. Wichtig: Ein Daunenschlafsack muss jeden Morgen mindestens 30 bis 60 Minuten gelüftet werden. Tut man das nicht, verliert Daune schon in wenigen Tagen ihre Isolationsfähigkeit. Liegt der Schlafsack nach einigen Tagen nicht mehr so prall da wie am Anfang der Tour, müssen Sie ihn sofort mehrere Stunden gründlich lüften. Danach ist er wieder voll leistungsfähig. Kunstfasern punkten dagegen durch den niedrigeren Preis und sind nempfindlich gegen Feuchtigkeit, daher muss man sie kaum lüften – ideal für Treks im nasskalten Herbst und Frühjahr.
28.02.2008
© Outdoor 02/2008
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