Sie sind hier: › Startseite › Service › Tipps on Tour › Tourenwissen › Service Besser zu Fuß: Wandern ohne Fußschmerzen
Gut gelaufen
Blasen und Scheuerstellen können jede Tour verderben. Lesen Sie, wie man Fußproblemen vorbeugt und was im Falle des Falles hilft.
Mit einem leichten Stechen fängt es an, gleich am zweiten Tourentag, direkt unter den Füßen. »Naja, sei kein Weichei! Sind halt neue Schuhe. Morgen ist‘s weg«, beruhigt man sich. Doch am nächsten Tag brennen die Sohlen wie Feuer. Und bei jedem Schritt lodern die Flammen neu auf. Für die schöne Landschaft, die man zwei Wochen lang mit Rucksack und Zelt erkunden möchte, bleibt jetzt keine Aufmerksamkeit mehr. Sie gilt allein den Füßen. Am vierten Tag endet die geplante Trekkingtour an einer Bushaltestelle – und letztlich in der Pension, gleich neben der Apotheke.
Dieser wahre Fall zeigt: Schmerzende Füße können jede Tour verderben. Hauptursache sind unpassende Schuhe. Die wichtigste Regel lautet also: Kein Kompromiss beim Schuhkauf! Auch wenn das Angebot noch so verlockend ist, der Schuh noch so gut aussieht – kaufen Sie nur das, was Ihnen hundertprozentig passt! Nehmen Sie sich mindestens einen halben Tag Zeit für den Schuhkauf – am besten den Nachmittag, da sind die Füße etwas größer als morgens. Lassen Sie sich im Geschäft aufklären über die unterschiedlichen Einsatzbereiche der verschiedenen Modelle – ein guter Verkäufer wird fragen, welche Touren Sie mit dem Schuh vorhaben –, und probieren Sie viele verschiedene Marken. Wichtig: Ziehen Sie bei der Anprobe die Trekkingsocken über, die Sie später auch auf Tour tragen werden. Haben Sie einen passenden Schuh gefunden, tragen Sie ihn im Laden eine gute Viertelstunde lang. Legen Sie Sprints ein, machen Sie Kniebeugen, hüpfen, springen und stoppen Sie. Wenn‘s irgendwo drückt, die Ferse Spiel hat oder die Zehen vorne anstoßen – Finger weg!
Mit passenden Schuhen allein ist es aber meist nicht getan. Wer die serienmäßigen Einlegesohlen gegen hochwertige zum Nachrüsten austauscht, wird ein kleines Wunder erleben. Denn gute Nachrüstsohlen unterstützen das Fußgewölbe deutlich stärker als die Billigeinlagen vieler Schuhhersteller und steigern dadurch Halt und Trittsicherheit. Doch gute Einlegesohlen können mehr: Je nach Modell erhöhen sie die Dämpfung, gleichen Fehlstellungen aus oder verkleinern das Schuhvolumen – und tragen so zu besserer Passform bei. Outdoorer mit Problemfüßen sollten orthopädische Einlagen verwenden, die sie im Orthopädie-Fachgeschäft bekommen. »Normalfüßler« greifen am besten auf die Modelle im Schuhfachhandel zurück. Besonders gute Erfahrungen hat outdoor mit den Sohlen von den Firmen Conform‘able und Spenco gemacht.
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30.04.2009
© Outdoor Ausgabe 03/2009
Autor: Boris Gnielka
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