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Schuhberatung - Was Sie über Wander- und Bergschuhe wissen müssen
Gutes Schuhwerk wird auf Tour zum Segen, schlechtes zum Fluch. outdoor sagt, welchen Schuh sie auf Wanderungen und Bergtouren brauchen – und worauf es beim Kauf ankommt.
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- 2Schuhberatung - Worauf sollte man achten?
- 3Von outdoor empfohlene Wanderschuhe (Hanwag und Lowa)
- 4Von outdoor empfohlene Wanderschuhe (Wolfskin, Mammut & Meindl)
- 5Alleskönner fürs Gebirge
Keine Frage, ein Paar gute Wanderschuhe kosten ein kleines Vermögen: Zwischen 150 und 220 Euro blättert man für empfehlenswerte Modelle auf den Tisch. Dennoch lohnt sich die Investition selbst für Outdoor-Einsteiger oder Gelegenheitswanderer. Denn vernünftiges Schuhwerk erspart einem nicht nur Blasen und Scheuerstellen, auch die Gefahr von Bänderrissen oder Knochenbrüchen sinkt enorm.
Die richtige Wahl für Tagestouren oder Hüttenwanderungen im Mittelgebirge und den Alpen sind Wanderstiefel. Die acht besten Modelle finden Sie auf den nächsten Seiten – Schuhe, die auf Hunderten von Testkilometern die Herzen der outdoor-Redakteure durch ihre Top-Leistungen im Sturm erobert haben. Jeder von ihnen besitzt ein extrem bissiges Profil, das auf rutschigen Matschwegen, nassen Steinen und feuchtem Gras Halt bietet. Die Sohle ist so stabil, dass Steine und Wurzeln nicht durchdrücken, außerdem bietet sie viel Führung, rollt im Vorfußbereich geschmeidig ab und dämpft ordentlich. Deshalb meistert man mit diesen acht Top-Modellen selbst längere Asphaltetappen ohne brennende Fußsohlen.
Alles Wissenswerte rund um den Fuß: Service Wandern - Besser zu Fuß
Die Schäfte (Schuhoberteile) bestehen aus dickem Leder, nur vereinzelt aus Kunstfasern. Leder ist nicht nur besonders strapazierfähig, es bietet dem Fuß Halt und schützt vor Stößen, falls man beim Wandern an einem Stein oder Baumstamm hängen bleibt. Auch im Schuhinnern greifen die Hersteller tief in die Trickkiste: Aufwendige Polsterungen verhindern Druck- und Scheuerstellen, ein wasserdichtes Futter – meist aus Gore-Tex – garantiert optimalen Nässeschutz. Und selbst das Klima profitiert von den Hightech-Materialien. Während Membranschuhe früher Schwitzbädern glichen, bieten die hier vorgestellten Wanderstiefel ein ähnlich gutes Klima wie Volllederschuhe; gleichzeitig trocknen sie dank ihres Synthetikfutters schneller – ein Vorteil auf Hüttentouren.
Wer sich dagegen lieber auf Hochtouren und Klettersteigen austobt, weil ihm klassische Wanderungen zu wenig Nervenkitzel bieten, braucht einen guten Bergstiefel. Die empfehlenswertesten von outdoor getesteten Modelle finden Sie auf den folgenden Seiten. Sie bieten aufgrund der dünneren, eher wenig dämpfenden Sohle mehr Trittsicherheit als Wanderstiefel und besitzen an der Ferse eine Aufnahme für den Kipphebel von Automatiksteigeisen. Außerdem steigert ein etwas weicherer Schaft die Beweglichkeit beim Klettern (Fußtechnik) oder auf Gletschertouren.
Neben der Passform entscheidet auch das Gewicht des Trägers, welcher Bergschuh optimal ist. Leute mit mehr als 90 Kilo wählen ein Modell mit einer sehr steifen Sohle, etwa den Meindl Viper oder den Scarpa Triolet. Frauen mit sehr kleinen Füßen sollten dagegen zu einem weicheren Schuh greifen, wie dem Lowa Cevedale oder dem Trango Evo von La Sportiva.
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30.04.2009
© Outdoor Ausgabe 04/2009
Autor: Frank Wacker
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