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Zehn Irrtümer über das Ertrinken
Mit dem Sommer kommt die Badesaison. Selbst ein harmloser Badesee birgt Tücken, von den Gefahren des Meeres ganz zu schweigen. Hier nachlesen: 10 verbreitete Irrtümer über das Ertrinken.

- Die Brandung ist ein hinterhältiger Charmeur.
Foto: © A. Dreher / Pixelio
Mit freundlicher Genehmigung von www.blausand.de (Organisation für Badesicherheit in Europa).
Irrtum 1:
"Ertrinken wird man kaum verhindern können."
Falsch: Experten haben ermittelt, dass weltweit vier von fünf aller Ertrinkungsunfälle durch vorbeugende Maßnahmen verhindert werden könnten.
Irrtum 2:
"Ich bin ein guter Schwimmer, ich bin weniger gefährdet."
Falsch: Weniger erfahrene Schwimmer haben mehr Respekt vor dem Meer. Und wenn Sie innerhalb einer Strömung agieren müssen, helfen Ihnen Schwimmfähigkeiten oft nicht weiter.
Irrtum 3
"Aus einer Rip-Strömung komme ich leicht wieder raus."
Selbst wenn Sie wissen, wie Sie sich verhalten sollten (sich seitlich heraustreiben lassen, auf das Wasser legen), wird Ihnen entstehende Panik in einigen Fällen einen Strich durch die Rechnung machen.

- Bewachte Strände sind immernoch die Ausnahme.
Foto: © TC / Pixelio
Irrtum 4:
"Unterströmungen treten nur im Winterhalbjahr auf."
Falsch: Auch in der Hauptsaison und in den Sommermonaten muss mit Strömungen gerechnet werden.
Irrtum 5:
"Wenn Strände nicht bewacht sind, werden sie schon ungefährlich sein."
Falsch: Die meisten Strände in Europa sind nicht bewacht. Bewachung findet - wenn überhaupt - nur in Urlaubszentren und an stark besuchten Stränden statt. Es ist immer besser, an bewachten Stränden zu baden.
Irrtum 6:
"Wenn jemand Hilfe braucht, schwimme ich sofort hin und rette ihn."
Besser nicht: Jeder zehnte Retter kommt durch unüberlegte Aktionen ums Leben. Sie gefährden sich zusätzlich, wenn Sie allein retten wollen, ohne vorher eine Rettungskette (Notruf, Rettungswacht, Abstimmung mit anderen Strandbesuchern) in Gang zu setzen. Retten sollten Sie möglichst nur mit anderen Menschen am Strand, mit Auftriebskörpern und nur dann, wenn Sie sich dies körperlich zutrauen.

- Die Idylle des Meeres darf einen nicht die potentiellen Gefahren vergessen lassen.
Foto: © Arkadius Neumann / Pixelio
Irrtum 7:
"Strömungen entstehen oft, wenn der Wind Richtung Meer weht."
Falsch: Viel gefährlicher ist es oft, wenn der Wind auflandig Richtung Strand weht und das zurücklaufende Wasser mit dem auflaufenden Wasser Verwirbelungen bildet. Gefährlich sind ablandige Winde dann, wenn Luftmatratzen oder Gummiboote benutzt werden - besonders von Kindern.
Irrtum 8:
"Bei grüner Flagge gibt es keine Gefahr, ich brauche also nicht aufzupassen."
Falsch: Die grüne Flagge suggeriert Sicherheit, die es nicht geben kann. Außerdem können sich die Bedingungen innerhalb kurzer Zeit ändern.
Irrtum 9:
"Strömungen gibt es eigentlich nur bei höheren Wellen. "
Falsch: Entscheidend sind vor allem Windstärke, Windrichtung und die Bodenform unter Wasser. Schwallbrecher zum Beispiel brechen unterhalb der Wasseroberfläche und können rund um Felsen sehr gefährlich sein.
Irrtum 10:
"Ich sehe schon, wenn es gefährlich ist."
Falsch: Unterströmungen sind leider unsichtbar. Nur spürbar.
Quelle: www.blausand.de
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04.06.2009
© Outdoor
Autor: www.blausand.de
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