Schutz vor Blitzen
Gewitter stellen für Bergwanderer ein ernstes Risiko dar. Wir erklären, wie man sich auf Tour am besten vor Blitzattacken schützt.

- Der beste Schutz vor Blitzeinschlag: Gewitter großräumig meiden.
Foto: Franz Scholz
In den Monaten Juni, Juli und August ist die Gefahr von Gewittern am höchsten. Vor allem in den Alpen werden jedes Jahr mehrere Wanderer und Bergsteiger von Blitzen verletzt oder getötet. Um gar nicht erst in ein Gewitter zu geraten, sollten Sie vor der Tour den örtlichen Wetterbericht abrufen – und bei Gewitterneigung gleich im Tal bleiben.
Gewittervorboten erkennen
Verlassen Sie sich aber nicht allein auf die Wetterprognose, sondern suchen Sie während der Tour stets den Himmel nach Gewittervorboten ab. Türmen sich über Ihrem Kopf bereits die ambossförmigen Cumulus-Nimbus-Wolken auf, sollten Sie die Bergtour abbrechen. Befinden Sie sich in einer exponierten Lage, zum Beispiel auf einem Gipfel, Hügel oder Bergkamm: sofort absteigen. Fangen Metallteile (Gipfelkreuz, Wegweiser etc.) an zu »singen«, sollten Sie schleunigst fliehen, am besten in eine Senke. Wichtig: nicht hinlegen, sondern auf den Rucksack hocken, Beine und Schuhe aneinanderpressen und Abstand zu Flüssen, Bäumen und Masten halten.
Auf Klettersteigtour
Kraxeln Sie beim Aufziehen eines Gewitters gerade im Klettersteig: sofort abbrechen! Ist das unmöglich, suchen Sie eine Höhle oder einen Absatz, auf dem Sie ausharren können, ohne das Drahtseil zu belasten. Die Sicherung nicht aushängen, sondern das Seil einmal über den Boden führen (siehe Fotostrecke).
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12.08.2008
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Autor: Redaktion outdoor