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Ob Schottland, Schweden, Island oder auch Deutschland: Mücken, Moskitos, Gnitzen und Co. sind eine Plage. So schützen Sie sich.
1. Mückenhochzeiten meiden
Meiden Sie die Mückensaison Ihres Reiselandes. In Schottland sind die Plagegeister zwischen Juni und August in bester Stechlaune, der Mai ist hier (auch wetterbedingt) der beste Reisemonat. In Lappland erliegen die blutsaugenden Ungeheuer der ersten kräftigen Frostnacht – das kann Ende August, aber auch erst Ende September sein. Und in Island haben Sie zwischen
September und Juni Ruhe.
2. Hell kleiden und waschen
Mücken fliegen geradezu auf Schweißgeruch – und auf dunkle Kleidung. Waschen Sie sich daher auch auf Tour regelmäßig, und tragen Sie am besten helle Kleidung.
3. Rüstung anlegen
Normale Wanderhosen und -hemden sowie viele Softshellmaterialien sind für Mücken und Co. kein ernstes Hindernis – sie stechen einfach hindurch. Tragen Sie deshalb entweder stichdichte Kleidung (z. B. gewachstes G-1000 von
Fjällräven) oder solche mit einer chemischen Anti-Mücken-Ausrüstung (z. B. von Craghoppers, Lafuma, Royal Robbins, Salewa, The North Face oder Vaude).
4. Chemikeule schwingen
Die meisten Anti-Mücken-Mittel auf pflanzlicher Basis versagen in der Praxis sowie in den meisten Tests. Vergessen Sie auch Knoblauch- oder Vitamin-B-Präparate – sie halten vielleicht fit, aber nicht Mücken fern. Am besten wirkt immer noch DEET (oder verwandte Stoffe wie Bayrepel, das in einigen Autanprodukten steckt). Je höher die DEET-Konzentration, desto länger hält die Wirkung an. Zugelassen sind maximal 50 Prozent (z. B. Care Plus Anti-Insect-Lotion 50 Prozent).
Um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, sollten DEET-Präparate weder inhaliert (besser cremen als sprühen) noch dauerhaft oder bei Kleinkindern benutzt werden.
5. Ausweichen
Sie wollen weder die Chemiekeule schwingen noch in hellen Klamotten oder frisch gewaschen auf Tour ziehen und gerne im Hochsommer nach Lappland? Dann sollten Sie frühmorgens starten (abends sind Mücken in prächtiger Stechlaune), einen windigen Weg einschlagen und das Zelt lieber auf einer Sturmkuppe als im Sumpfloch aufbauen.
6. Hinter Gittern: Der wirksamste Schutz gegen Mücken und Co. sieht zwar albern aus, ist dafür aber nicht gesundheitsschädlich: ein Bugshirt.
So nennt man einen lang geschnittenen
Schlupfer aus stichdichtem, atmungsaktivem Stoff mit Kapuze und feinmaschigem Moskitonetz vor dem Gesicht. Als Alternative bietet sich ein Moskitonetzhut an (z. B. das Care Plus Pop-Up Headnet, 10 Euro), der nur Kopf, Gesicht und Hals schützt.
08.08.2008
© Outdoor Ausgabe 07/2008
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