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So planen Sie perfekt jede Tour
12 Tipps für die perfekte Tourenplanung
Wer seine Tour richtig vorbereitet, schützt sich vor bösen Überraschungen und kann entspannt losziehen. outdoor klärt die wichtigsten Fragen zur Tourenplanung.
1. Wie finde ich die optimale Wanderstrecke?
Grundlage für die Streckenplanung ist eine topografische Wanderkarte im Maßstab 1:50000. Für Touren in den Alpen empfiehlt sich der noch genauere Maßstab von 1:25000. Hier entspricht ein Zentimeter auf der Karte 250 Meter im Gelände. Die Höhenlinien – braun dargestellt – verraten die Steigungen: Je enger sie beieinander liegen, desto steiler wird‘s. Der Abstand zwischen zwei Linien steht bei den meisten Karten für 20 Höhenmeter in der Natur. Suchen Sie sich auf der Karte einen Weg aus, der Ihren Vorlieben und dem Wetter entspricht. Wenig Trittsichere oder Schwindelfreie sollten zum Beispiel Wege über dicht nebeneinander liegende Höhenlinien meiden. Auch bei Sturm oder Regen sollten Steilpassagen und Höhenlagen gemieden werden – am entspanntesten wandert man ohne ständiges Auf und Ab. Genießer suchen sich also einen Weg, der möglichst oft parallel zu den Höhenlinien verläuft, und Sonnenhungrige achten darauf, dass ihr Weg nicht durch Wald führt (auf Karte dunkelgrün) oder im Schattenwurf hoher Berge.
2. Mit welcher Methode berechnet man die Gehzeit?
Wie schnell man ans Ziel gelangt, hängt von drei Faktoren ab: der Streckenlänge, den Höhenmetern und der Wegbeschaffenheit. Am schnellsten wandert man auf gut ausgebauten, ebenen Wegen. Hier sind vier bis fünf Kilometer pro Stunde realistisch – natürlich reine Gehzeit, ohne Orientierungsstopps oder Fotopausen. Bei schwerem Rucksack sind‘s nur noch drei bis vier Kilometer. Geht‘s über Geröll oder Wurzeln, sind zwei Stundenkilometer realistisch. Steigungen fressen besonders viel Zeit: Addieren Sie die Bergauf-Höhenmeter pro Tag, und rechnen Sie je 400 Höhenmeter eine Stunde zur Gehzeit hinzu, bei schwerem Rucksack oder fehlender Fitness eine Stunde für 300 Höhenmeter, Sportler addieren pro 500 Höhenmeter eine Stunde zur Streckenzeit.
3. Wie orientiere ich mich?
Am einfachsten geht das auf markierten Wanderwegen, sie sind auf Karten als rote Linie dargestellt. Achten Sie unterwegs bei jedem Abzweig auf die Markierung, meist rote Punkte oder rot-weiße Striche. Vergleichen Sie außerdem regelmäßig das umliegende Gelände mit dem Kartenbild, dann wissen Sie immer, wo Sie gerade sind. Besonders einfach gelingt das an Kreuzungen oder Brücken. Der Kompass und ein Höhenmeter, den Sie am Ausgangspunkt auf die dortige Höhe geeicht haben, helfen dabei. Noch einfacher geht‘s mit GPS-Gerät. Allerdings ersetzt es nicht die Papierkarte, da sie eine bessere Übersicht ermöglicht und nicht vom Batteriestrom abhängt.


