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Wieso ist das Mountain Hardwear Trango Assault ein Testsieger, wenn die Wassersäule des Außenzeltes lediglich 1500 Millimeter beträgt?
E-Mail von Marco Schwarz
1994 entdeckte outdoor bei einem Zelttest, dass das damals von The North Face und Hilleberg verarbeitete und unter Kennern als das hochwertigste Außenzeltmaterial bekannte, beidseitig silikonbeschichtete Ripstop-Nylon von Carrington gerade mal 1300 Millimeter Wassersäule hatte. Nach dem bis dato bekannten Grundsatz "je mehr Wassersäule, desto besser" wäre es völlig ungeeignet gewesen als Zeltgewebe. Da die Zelte in der Praxis aber selbst heftigsten Gewitterstürmen und tagelangen Regenfällen ohne Lecks standhielten sowie spätere Tests mit Hochdruckreinigern ebenfalls die Dichtigkeit der Modelle untermauerten, wurde zumindest für Außenzelte klar, dass die Wassersäule nur eine untergeordnete Rolle spielt. Viel wichtiger ist die Qualität der Beschichtung: Ein 1994 zur Kontrolle nachgeprüftes, acht Jahre altes The-North-Face-Zelt brachte es auf immer noch 1200 Millimeter Wassersäule – und war in der Praxis vollkommen dicht. Im Falle PU-beschichteter Gewebe kann eine dicke Beschichtung sogar nachteilige Auswirkungen haben: Je dicker die PU-Beschichtung, desto weniger dehnbar ist das Gewebe und desto schneller reißt der Stoff ein und auch weiter. Zudem erhöhen dicke Beschichtungen auch das Gewicht.
Aufgrund ihrer doch sehr geringen Aussagekraft erscheint deshalb die Wassersäule des Außenzeltes auch nicht mehr in der Bewertungstabelle unserer Zelt-Tests.
15.11.2002
© Outdoor Ausgabe 11/2002
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