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Für meine nächste Tour suche ich noch ein geeignetes Zelt. Welche Zeltform eignet sich besonders gut für stürmische Regionen?
E-Mail von Heiko Bessler
Für stürmische Regionen eignen sich sowohl Tunnelzelte als auch geodätische Konstruktionen, das hat outdoor in vielen Tests mit der Windmaschine herausgefunden. Voraussetzung für hohe Stabilität ist ein sauberer Zuschnitt der Stoffe und somit ein faltenfreier, straffer Stand. Wirft die Außenhülle Falten, fehlt die Spannung auf dem Gestänge und die Stabilität lässt nach. Zweite Voraussetzung sind Alustangen, die vom Boden weg steil – am besten senkrecht – nach oben verlaufen. Dritte Voraussetzung: wirksame Sturmabspannungen. Sie sind bei einem Tunnelzelt besonders wichtig. Spannt man es nicht ab, fällt es schon beim leisesten Windhauch um. Soll ein Tunnel Stürme überstehen, sind gut und gerne 20 Heringe nötig. Reißt auch nur einer aus dem Boden, kann das zum Einsturz führen. Anders beim Geodäten, er besitzt im Gegensatz zum Tunnel eine formstabile Konstruktion aus vielen sich kreuzenden Stangen. Damit steht er bereits ohne Sturmleinen stabil im Wind. Spannt man ihn umfassend ab, übersteht man darin auch heftiges Wetter. Zweiter Vorteil des Geodäten: In Böen steht er ruhiger, bewegt sich kaum und produziert nur geringe Flattergeräusche. Im Tunnel geht‘s hingegen unruhig und laut zu. Allerdings bieten auch Tunnelzelte Vorteile: Sie wiegen bei gleichem Raumangebot weniger als Geodäten und lassen sich auch viel einfacher aufbauen – vor allem im Wind. Generell gilt: In sandigen, steinigen oder sumpfigen Regionen, wo man nur schlecht Heringe in den Boden bekommt, ist ein Geodät im Vorteil. Der Rest bleibt Geschmacksache.
30.06.2007
© Outdoor Ausgabe 06/2007
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