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Was hält outdoor davon, in Turnschuhen zu wandern?
E-Mail von Steffen Schwientek
Wer aufmerksam Outdoor-Foren im Internet durchstöbert, entdeckt immer öfter Leute, die in Turn- oder Trailrunningschuhen wandern. Und meist empfehlen diese ihr Schuhwerk vehement weiter – stärkstes Argument dabei ist das geringe Gewicht der Sportlatschen. Doch outdoor sieht das etwas anders: Viele Turn- und Trailrunningschuhe stützen das Sprunggelenk (den Knöchelbereich) zu wenig. Stolpert man, sind die Bänder oder der Knöchel selbst sehr viel schneller verletzt als mit einem stabilen Wanderstiefel, der bis über den Knöchel geht.
Das heißt aber nicht, dass wir Trailrunningschuhe grundsätzlich ablehnen. Für trainierte Personen, die regelmäßig draußen unterwegs sind – und genau diesem Typ entsprechen die meisten Befürworter der Turn- und Trailrunningschuhe –, können diese auf Tageswanderungen oder Touren mit extrem wenig Gepäck durchaus eine Alternative sein:
Der Bewegungsapparat ist dann so gut trainiert, dass Knöchel und Bänder ausreichend stabilisiert sind. Doch das ist die Minderheit derer, die man am Wochenende auf den Wanderwegen trifft.
Sehr gut ist diese Differenzierung bei dem Schuhspezialisten Lowa zu beobachten: Auf der einen Seite gibt es stabile und schwerere Modelle für Otto Normalwanderer. Diese bieten auch dann noch ausreichend Halt, wenn man am Ende eines langen Wandertages müde und erschöpft ist. Andererseits führt der Hersteller weniger stützende Produkte im Sortiment für Bergführer und Athleten, die ganz besonders auf leichte Produkte achten. Den geringeren Halt gleichen sie durch ihren trainierten Bewegungsapparat und die reichhaltige Erfahrung aus.
22.07.2003
© Outdoor Ausgabe 05/2003
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