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In vielen Herstellerkatalogen liest man immer wieder von Wasserdampfdurchgangswerten (g/qm/24h) verschiedener Funktionsjacken. Sind diese Laborwerte praxisrelevant?
E-Mail von Axel Töx
Kaum. Zum einen weichen die Messmethoden der Atmungsaktivität meist voneinander ab. Zum anderen besteht eine Jacke nicht nur aus dem Material, dessen Atmungsaktivität in den Katalogen gepriesen wird. Schulterbesätze, Innenfutter und Nahtverklebungen (Tapes) bleiben bei vielen Messungen unberücksichtigt. Ebenso unberücksichtigt bleiben Belüftungsöffnungen sowie Imprägnierung des Oberstoffes. Dabei sind sie enorm wichtig: Ventilationsöffnungen wie netzgefütterte Taschen befördern viel Frischluft ins Innere – und sorgen damit für Kühlung. Im Regen macht sich die Imprägnierung bemerkbar: Lässt ein Oberstoff Regen nicht abperlen, sondern saugt sich mit Nässe voll, sinkt die Atmungsaktivität in den Keller.
15.05.2006
© Outdoor Ausgabe 05/2006
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