Schlafsack kaufen: Worauf Sie beim Kauf eines Schlafsacks achten sollten

So finden Sie den richtigen Schlafsack

OutDoor Messe Friedrichshafen 2011
Foto: Messe Friedrichshafen
Sie wollen sich einen neuen Schlafsack kaufen. Doch wie warm muss ein Schlafsack sein? Welches Material? Daune oder Kunstfaser? Wir klären auf.

Ein Schlafsack ist oftmals eine Investition für Jahre. Welche Arten von Schlafsäcken es gibt, und für welchen Einsatzzweck die einzelnen Schlafsack-Typen konzipiert sind, erfahren Sie hier. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Schlafsack direkt in unseren Partnershops zu kaufen.

Bevor Sie in den Laden gehen und sich einen neuen Schlafsack kaufen, sollten sie Sie sich auch mal diese Check-Liste vornehmen, um wortwörtlich kein böses Erwachen zu erleben:

 

Kapuze

Eine gute Kapuze hat enorm großen Einfluss auf die Wärmeleistung des Schlafsacks. Sie muss überall anliegen, prall gefüllt sein, und sie darf nirgends drücken. Eine zusätzliche Kammer entlang des Schnürzugs (Wärmewulst) schützt Wangen und Nase vor eisiger Luft.

 

Wärmekragen

Der Wärmekragen legt sich wie ein Schal um den Hals und verhindert, dass die warme Luft aus dem Schlafsack entweicht. Personen, die nachts aus Platzangst die Kapuze nicht bis auf eine kleine Öffnung schließen, brauchen einen besonders dicken Wärmekragen.

 

Abdeckleiste

Die Abdeckung auf der Innen­seite des Reißverschlusses hält die Wärme im Schlafsack - vorausgesetzt, sie ist schön dick und liegt sauber an. Kalte Stellen entstehen auch, wenn die ­Anti-Klemmleiste, die verhindert, dass der Reißverschluss einklemmt, zu breit ausfällt.

Wie warm muss ein Schlafsack sein?

Für Touren im Hochsommer genügt ein Temperaturbereich bis +10°C, im Gebirge bis 0°C. Für Treks von Frühjahr bis Herbst wählt man einen Dreijahreszeitenschlafsack mit einer Wärmeleistung bis -5°C. Wer extrem schnell friert oder ohne Kapuze schläft, zieht von diesen Empfehlungen nochmals 10 bis 15°C ab.

 

outdoor-Temperaturangaben bei Schlafsäcken.

Die Temperaturangaben unter der Lupe

Bei Temperaturangaben orientieren Sie sich am Komfort (rot) oder Limit (orange, s. Grafik), nie am Extremwert. Die Komfortgrenze gilt für Schläfer, die schnell frieren, die Limitangabe für Hitzköpfe. Diese Angaben dienen aber nur zur Orientierung, da jeder Mensch anders auf Kälte reagiert!

 

Auf Tour kommen die Daunenschlafsäcke zum Lüften am besten übers Zelt.

Kunstfaser oder Daune?

Daunenschlafsäcke sind extrem kuschelig und bei gleicher Wärme­leistung bis zu 30 Prozent leichter und kleiner verpackbar als Synthetikschlafsäcke. Sie halten ewig, kosten aber auch viel. Wichtig: Ein Daunenschlafsack muss jeden Morgen mindestens 30 bis 60 Minuten gelüftet werden. Tut man das nicht, verliert Daune schon in wenigen Tagen ihre Isola­tionsfähigkeit. Liegt der Schlafsack nach einigen Tagen nicht mehr so prall da wie am Anfang der Tour, müssen Sie ihn sofort mehrere Stunden gründlich lüften. Danach ist er wieder voll leistungsfähig. Kunstfaserschlafsäcke punk­ten dagegen durch den niedrigeren Preis und sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit, daher muss man sie kaum lüften - ideal für Treks im nasskalten Herbst und Frühjahr.

Kauftipps der Redaktion:

Ebenfalls wichtig: die richtige Isomatte

Video-Ratgeber Schlafsack

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01.09.2014
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