Kaufberatung Isomatte

Isomatte kaufen: Was Sie beachten sollten

Isomatte von Exped
Foto: Boris Gnielka
Ohne gute Isomatte bringt der beste Schlafsack nichts. outdoor sagt Ihnen, worauf es beim Kauf einer Isomatte ankommt.

Vielleicht geht es Ihnen wie vielen Menschen, die nach dem Kauf des teuren, superwarmen Schlafsacks an der Isomatte gespart haben! Nach den ersten Outdoor-Nächten folgt dann das böse Erwachen: Am nächsten Morgen ist man wie gerädert, denn nachts bohrten sich Steine und Äste in den Rücken; Kreuzschmerzen lodern auf. Auch kalte Stellen verhindern oft den geruhsamen Schlaf. Denn die Schlafsackfüllung – Daune und Kunstfaser – wird durch das Körpergewicht zusammengedrückt und kann keine Luft mehr speichern, somit geht die Isolation verloren, die von (zu) dünnen Isomatten und Billigteilen niemals ausgeglichen wird.

Achten Sie beim Kauf also auf eine ausreichend warme Isomatte für Ihre Einsatzzwecke, denn über den Boden geht sogar bis zu vier mal mehr Wärme verloren als über den Schlafsack. Zu den besten Allroundern mit top Isolationswerten zählt hier etwa die Thermarest Neo Air All Season.

Hier finden Sie weitere Isomatten in unseren Partnershops

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Welche Isomatte nehmen?

Selbstaufblasende Isomatten
Sie gehören heute zur Standardausrüstung. Gute selbstaufblasende Isomatten ver­bin­den Komfort und Isolation. Sie wiegen in der Regel nur rund 0,5 bis 1 Kilogramm und sind schnell ausgerollt bzw. wieder verpackt. Meiden Sie solche mit durchgestanzten Schäumen – diese Matten isolieren kaum.

Synthetik- oder Daunenmatten
Genial: Der Hersteller Exped füllt Luftmatratzen mit Dau­ne (Downmat) oder Kunstfasern (Synmat), deshalb isolieren beide Mattentypen hervorragend. Außerdem sind diese Isomatten sehr bequem, dazu verhältnismäßig leicht. Kräftige Personen und unruhige Schläfer liegen mit den breiten DLX-Versionen richtig.

Isomatten für Grammjäger
Spielt das Gewicht die entscheidende Rolle, führt kein Weg an ­einer festen Isomatte vorbei (Schaumstoffmatten). Nachteile sind der geringe Schlafkomfort und das sperrige Packmaß. Empfehlenswert ist beispielsweise die Thermarest Z-Lite Isomatte.

In Sachen Gewicht und Packmaß sind auch Luftmatratzen eine gute Wahl. In den letzten outdoor-Tests begeisterten hier vor allem die Luftmatratzen von Exped und Therm-a-Rest. Die Therm-a-Rest NeoAir Xlite) ist gerade auch für große oder sehr kräftige Personen wie ­geschaffen - auch wenn der hohe Preis (170 Euro) einem zumindest anfangs schlaflose Nächte bereitet.

Video-Ratgeber Isomatten

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Welche Isomatte kaufen? Weitere Tipps:

Fotostrecke: Isomatten im outdoor-Test 2012

5 Bilder
Isomatten im Test Foto: Hersteller
Isomatten im Test Foto: Hersteller
Isomatten im Test Foto: Hersteller

Isomatten im outdoor-Test: Isolation

Die Wärmeleistung einer Isomatte spielt eine große Rolle. Forschungen an der Eidgenössischen Materialprüfanstalt (EMPA) in St. Gallen zeigen, dass über die Unterlage drei bis vier Mal so viel Wärme verloren geht wie über den Schlafsack. Achten Sie deshalb auf ein ausreichend warmes Modell für Ihre Einsätze.

Temperaturbereich

outdoor misst bei jeder Testmatte die Isolation und ermittelt anhand von Referenzmodellen den outdoor- Temperaturbereich. Kälteempfindliche Personen sollten eine Isomatte bis zum oberen Komfortwert (rot) einsetzen, die untere Limitangabe (orange) gilt für wenig verfrorene Zeitgenossen. Die Werte werden aber nur erreicht, wenn die Matte gut mit Luft gefüllt ist.

Liegefläche

Beim Kauf einer Isomatte sollte Ihnen klar sein: Die Größe der Liegefläche richtet sich nicht nur nach den Körpermaßen, sondern auch nach den Schlafgewohnheiten. Unruhige Schläfer brauchen mehr Platz als jemand, der morgens so aufwacht, wie er eingeschlafen ist. Seitenschläfer kommen mit einem schmäleren Modell klar als Rücken- oder Bauchschläfer. Am besten probieren Sie die Matten im Outdoor-Fachhandel.

Fotostrecke: Wärmer schlafen - Tricks für kalte Zeltnächte

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Boden unter Isomatte isolieren gegen kalte Zeltnächte Foto: Franz Scholz
Nicht mehr frieren in kalten Zeltnächten Foto: Franz Scholz
Jacke übers Fußteil gegen kalte Füße im Zelt Foto: Franz Scholz
06.04.2016
Autor: Frank Wacker
© outdoor
Ausgabe 06/2011