Kaufberatung Fernglas

Ferngläser für Wanderer: Kaufberatung


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Fernglas Swarovski EL32T 8x32
Foto: Swarovski Optik KG

 

Fernglas Swarovski EL32T 8x32
Foto: Swarovski Optik KG

 

Fernglas: Frontlinse
Foto: Swarovski Optik KG

 

Fernglas: Dichtung
Foto: Swarovski Optik KG

 

Fernglas: Füllung
Foto: Swarovski Optik KG
Tiere beobachten, sich orientieren, einen Zeltplatz suchen: dabei hilft Ihnen ein Fernglas. Worauf es ankommt und welche Ferngläser für Wanderer geeignet sind, lesen Sie hier.

Mit einem guten Fernglas sieht man mehr - das gilt vor allem für Outdoorer, denn auf einer Tour gibt es immer viel zu entdecken: Ob scheue Tiere, dürftige Wegmarkierungen, zarte Pfadspuren oder versteckte Hütten: Der Blick durchs Fernglas offenbart, was sonst verborgen bleibt, und zeigt zudem fabelhafte Eindrücke optisch verdichteter Landschaften. So viel zur Habenseite der Ferngläser. Auf der Sollseite eines Fernglases stehen vor allem das Gewicht - schließlich kann der Rucksack nicht leicht genug sein – sowie der Preis.

Keine Frage, Qualität kostet. Doch brauchbare Ferngläser bekommt man schon ab rund 30 Euro, etwa das Monokular Brunton Echo Scope 7x18. Dieses Fernglas ist nicht nur günstig, sondern auch leicht: 50 Gramm. Und für den Fall der Fälle besitzt das Fernglas eine sturzdämpfende Gummiarmierung. Allerdings bietet ein solches Einrohr nur wenig Sehvergnügen. Doch als Notfallfernglas zum Orientieren ist ein Monokular unschlagbar.

Deutlich entspannter guckt es sich durch ein Binokular. Dieses Fernglas zeigt nicht nur ein räumliches, dreidimensionales Bild, sondern liegt auch viel bequemer und aufgrund des höheren Gewichts deutlich ruhiger in der Hand. Wie ruhig das Fernglas in der Hand liegt, hängt von der Vergrößerung ab. Je stärker sie ist, desto größer, aber auch wackliger erscheinen entfernte Objekte. Eine 10-fache Vergrößerung lässt sich freihändig nur schwer ruhig halten, mit aufgestützten Armen ist es kein Problem. 8-fach-Ferngläser lassen sich hingegen leicht ruhig halten. Diese Ferngläser wiegen zudem etwas weniger und liefern hellere Bilder. Für Wanderer und Trekker sind diese Ferngläser deshalb die beste Wahl. Es sei denn, man möchte auf Tour Tieren nachstellen, dann ist ein 10-fach-Fernglas besser. Doch ob 8- oder 10-fach - beide bereichern Touren um viele neue, bislang verborgene Eindrücke. Und das beim Gassigehen wie auf Weltreise.

 

Fernglas steiner sky hawk pro
Foto: Steiner Steiner Sky Hawk Pro

Das unverwüstliche Fernglas

Stoßfeste, wasserdichte und stickstoffbefüllte Gehäuse - die Sky-Hawk-Ferngläser von Steiner sind für raue Bedingungen ausgelegt. Dank der Stickstofffüllung können die Ferngläser nicht beschlagen, was sonst bei Temperaturschwankungen gerne passiert. Für Outdoorer mit einer ruhigen Hand empfiehlt sich das Fernglas Steiner Sky Hawk 10x32. Dieses Fernglas holt weit Entferntes wie etwa Vögel nah heran, bietet ein helles Bild und lässt sich auch noch in der Dämmerung einsetzen. Gewicht: 600 g, Preis: 379 Euro.

 

Fernglas brunton echo scope
Foto: Brunton Brunton Echo Scope

Das minimalistische Fernglas

Leichter geht es kaum noch: Das Fernglas Brunton Echo Scope 7x18 wiegt nur rund 50 Gramm und passt zudem in jede Hosentasche - ein klasse Fernglas zum Immer-Dabeihaben. Durch die moderate 7-fach-Vergrößerung lässt sich dieses Fernglas auch einhändig ruhig halten, die Mehrschichtvergütung der Gläser sorgt für ein klares Bild. Eine Gummiarmierung schützt das Fernglas bei Stößen, die Naheinstellgrenze liegt bei minimalen 35 Zentimetern. Auch der Preis von 30 Euro für das Fernglas ist heiß.

 

Fernglas Nikon Sportstar 8x25 EX
Foto: Nikon Nikon Sportstar EX

Das Allround-Fernglas

Wer ein leistungsfähiges Fernglas sucht, aber weder schwer tragen noch viel bezahlen möchte, für den kommt das Nikon Sportstar 8x25 EX wie gerufen. Seine 8-fache Vergrößerung reicht für die meisten Zwecke völlig aus, zumal sich das Nikon-Fernglas - obwohl nur 280 Gramm schwer - verwacklungsarm halten lässt. Trotz des geringen Preises von 110 Euro besitzt das Fernglas Nikon Sportstar 8x25 EX eine beschlaghemmende Stickstofffüllung, hochwertig vergütete Gläser und verstellbare Augenmuscheln.

Fotostrecke: Die besten Ferngläser für Outdoorer

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Terra ED Foto: Studio Nordbahnhof
safari ultrasharp Foto: Studio Nordbahnhof
leica trinovid Foto: Studio Nordbahnhof

Ferngläser: Daten und Fakten

Was ein Fernglas leistet, zeigen die Kennzahlen. Hier die wichtigsten Daten von Ferngläsern:

Austrittspupille
Hält man ein Fernglas mit Abstand vor die Augen, sieht man die Austrittspupille als Lichtkreis "schwebend". Sein Durchmesser zeigt an, wie gut sich das Fernglas für den Einsatz bei Dunkelheit eignet. Die Austrittspupille erhält man, wenn man den Objektivdurchmesser durch die Vergrößerung teilt. Bei einem 8x32-Glas beträgt sie demnach 4 – genug für den Tag – hier misst die Augenpupille 2–3 Millimeter –, zu wenig für die Dunkelheit, in der sich die Pupillen auf bis zu 7 Millimeter öffnen.

Dämmerungszahl
Die Dämmerungszahl spiegelt das Verhältnis zwischen Objektivdurchmesser und Vergrößerung wider, sagt aber über die Tauglichkeit bei Dämmerung wenig aus. Sie errechnet sich aus der Quadratwurzel des Produkts aus Vergrößerung und Objektivdurchmesser: ?8x42=18,3.

Objektivdurchmesser
Er wird auf jedem Fernglas zusammen mit der Vergrößerung angegeben und beträgt bei einem 8x42-Glas 42 Millimeter. Je größer, desto mehr Licht gelangt ins Fernglas und desto heller ist sein Bild (bei konstanter Vergrößerung). Ein großer Objektivdurchmesser erhöht jedoch auch Abmessungen und Gewicht des Fernglases.

Sehfeld
Das Sehfeld gibt an, wie viele Meter Breite eines Geländeabschnitts in 1000 Metern Entfernung überblickt werden können.

Sehwinkel
Wie das Sehfeld gibt er Aufschluss über die Breite des Bildes – in Grad. Ferngläser mit einem Winkel von über 60° bezeichnet man als Weitwinkelgläser.

Vergrößerung
Wie stark ein Fernglas vergrößert, offenbart seine Bezeichnung: Beim 8x42-Glas erscheinen Objekte acht Mal größer bzw. näher. Je stärker die Vergrößerung, desto schwieriger lässt sich das Fernglas ruhig halten.

01.09.2013
© outdoor
Ausgabe 09/2013