GPS-Gerät kaufen - worauf Sie beim GPS-Kauf achten sollten

So finden Sie das richtige GPS-Gerät

GPS Garmin Navigation
Foto: Garmin
Hier finden Sie unsere Einsteiger-Kaufberatung zum Thema GPS-Geräte, Navigation, Kartenmaterial sowie die Möglichkeit, direkt in unseren Partnershops GPS-Geräte zu kaufen.

GPS-Geräte gehören mittlerweile für viele Outdoorer zur Standard-Ausrüstung. Langwieriges Suchen der Position auf einer viel zu großen Karte oder Diskussionen an einer Weggabelung werden damit überflüssig. Doch wie findet man unter den vielen Herstellern und Versionen das richtige GPS-Gerät? Das hängt davon ab, was man mit dem GPS-Gerät machen und wie viel man für ein solches "Navi" ausgeben will.

Hier können Sie GPS-Geräte und Zubehör in unseren Partnershops kaufen

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Arival Teasi One²
Foto: Benjamin Hahn Viel Funktion für wenig Geld bietet das Teasi One². Im etwa 160 Euro teuren GPS-Gerät sind bereits OpenStreetMap Karten von Europa integriert.

GPS-Geräte für Einsteiger

Einsteiger und Outdoorer, die das Gerät nur zur Positionsbestimmung benötigen, können sich für unter 200 Euro einfache GPS-Geräte mit den wichtigsten Funktionen kaufen: Navigation von Wegpunkt zu Wegpunkt, Anzeige des Längen- und Breitengrades und Aufzeichnen der Tour. Für diesen Preis setzen Hersteller allerdings meist auf weniger detaillierte Karten wie die von OpenStreetMaps.

 

Marktübersicht aller aktuellen GPS-Geräte.
Foto: Hersteller Das eTrex 10 wiegt 142 Gramm und läuft satte 25 Stunden mit einem Batteriesatz. Es gehört mit 120 Euro zu den günstigsten GPS-Geräten.

Wer nur selten unterwegs ist oder sein GPS-Gerät nur für den Notfall dabei hat - zum Beispiel wenn Nebel aufzieht -, sollte sich das Garmin eTrex 10 oder das A-Rival Teasi One näher ansehen. Für maximal 160 Euro bieten sie Navigation über kostenfreie Karten, aber auch Spezialfunktionen wie zum Beispiel Geocaching.

GPS-Geräte für Fortgeschrittene

Für 200 bis 400 Euro bekommen komfortbewusste Biker und Wanderer Geräte mit genaueren und oft auch routingfähigen Karten, die auf die jeweilige Outdoor-Aktivität zugeschnitten sind. Die automatische Wegfindung sowie Turn-by-Turn-Navigation gehören hier meist zum Standard – das GPS bietet damit ähnliche Funktionen wie das Navigationsgerät im Auto.

 

IFA 2012 - Produktneuheiten
Foto: Hersteller Das GPS-Gerät Falk Lux 22 besitzt routingfähigen Basiskarten für 20 Länder Europas auf Basis von OpenStreetMap, individuelle Routenvorschläge und eine Rundkursfunktion.

Abbiegehinweise auf Waldwegen, automatische Streckenfindung und sehenswerte Punkte entlang der Route: Der Komfort von Auto-Navis hat auch in der Bike- und Wandernavigation Einzug gehalten. Falk Lux 22 (siehe Bild) und Garmin Dakota 20 sind zwei Mittelklasse-GPS-Geräte, die nur wenige Wünsche offen lassen.

 

Foto: Hersteller Das Garmin GPSmap 64s ist ein perfekter GPS-Guide für Wanderer und Alpinisten. Es arbeitet mit zwei Batterien etwa 16 Stunden lang.

GPS-Geräte für Bergfexe und Profis

Ab 400 Euro beginnt die Profi-Liga: Höhenmesser und Barometer sind mit an Bord, und auch bei den vorinstallierten Karten zeigen sich die Hersteller großzügig: Neben Landkarten verfügen diese GPS-Geräte auch über Straßenkarten - dadurch kann die Navigation schon an der Haustüre starten. Das Garmin GPSmap 64st beispielsweise verfügt über Tasten mit Shortcuts, die für für eine leichte Bedienung sorgen - auch mit Handschuhen! Und die externe Antenne empfängt selbst schwache GPS-Signale.

 

Garmin Oregon 750T
Foto: Hersteller Das Garmin Oregon 750t erwies sich im Test 2016 als vielseitiges Allroundnavi für Touren aller Art.

Die Garmin Oregon 700er Serie lässt ebenfalls kaum noch Wünsche offen: Der Alleskönner Garmin Oregon 750t eignet sich für die unterschiedlichsten Touren und begeistert mit brillantem Display, intuitivem Handling, feinen Navigationsfunktionen und einer Kamera mit Geotagging-Funktion. Außerdem kommuniziert das Garmin Oregon GPS-Gerät mit Handys, etwa fürs Live-Tracking oder um Wettervorhersagen abzurufen. Ähnlich wie bei Smartphones lässt sich das Garmin Oregon 750t zudem mit Datenfeldern sowie mit Apps und Widgets um weitere Funktionen ergänzen.

 

Foto: Hersteller

Kartenmaterial

Zu bedenken ist allerdings auch, dass GPS-Geräte nur mit digitalen Karten zur Höchstform auflaufen. Erste Wahl für Touren in den Alpen sind die Karten des Deutschen Alpenvereins in der Version für Garmin-Navis (129 Euro). Sie decken in 75 Kartenblättern einen großen Bereich der Nordalpen (Deutschland, Österreich) ab. outdoor-GPS-Profi Uli Benker ist begeistert: "Die Karten geben nicht nur das Gelände anschaulich und präzise wieder. Sie bieten auch eine Reihe überaus praktischer Extras – etwa eine dicke Sammlung alpiner Sonderziele, darunter auch Gipfel, Gletscher, Wanderwege und Klettersteige."

 

GPS-Experte Uli Benker über die Vorteile von GPS-Geräten.

GPS-Gerät oder Smartphone?

Sie lassen sich beim Wandern und Biken von Ihrem Smartphone ans Ziel führen? Warum auch nicht, Sie sparen damit ja die Anschaffung eines GPS-Empfängers. Apps wie Apemap, Viewranger oder Orux-Maps machen das Handy für wenige Euro, manchmal sogar umsonst, ebenfalls zum GPS-Lotsen. Allerdings mit vielen Einschränkungen: Ein Smartphone ist meist nicht nur sturz-, sondern auch nässeempfindlich, sein Display lässt sich im hellen Sonnenschein oft kaum ablesen, und der Akku ist in der Regel flotter erschöpft als gedacht – worunter auch die Sicherheit leidet, denn ein Notruf ist dann nicht mehr möglich. Zwar lassen sich Handys mit einem wasserdichten, stoßfesten Case schützen und Akkus mit Powerpacks nachladen, doch das schadet der Ablesbarkeit, dem Handling und schlägt nicht zuletzt auch auf das Budget. Dazu kommt: Für die meisten Apps gibt‘s nur OpenStreet-Maps, Google Maps und andere Gratiskarten zum Nulltarif. Für Touren abseits ausgetretener Pfade, wo es auf Detailgenauigkeit ankommt, braucht man hingegen zusätzliche, topografische Karten – die meistens kostenpflichtig sind.

Und die Menüführung? Hier haben die neuen GPS-Geräte mächtig aufgeholt, stehen vielen Apps in nichts nach. Zumindest solchen mit vergleichbaren Funktionen wie Routen- und Tracknavigation oder automatischer Zielführung. Sie werden erstaunt sein, wie viel Spaß die Navigation mit einem GPS-Gerät macht.

Wie gut sind GPS-Uhren?

Neben den bereits etablierten Navigationsmethoden per GPS-Gerät oder Smartphone wird auch die Navigation via GPS-Uhr immer beliebter. Die aktuellen Top-Modelle von Suunto, TomTom oder Garmin sind mittlerweile mit umfangreichen Navigationsfunktionen ausgestattet. So gibt es die Möglichkeit im Vorfeld geplante Touren auf die Uhren zu laden und sich von der Uhr auf der Route leiten zu lassen. Weitere wichtige Funktionen, die aktuelle GPS-Uhren beherrschen, sind die Brotkrümelnavigation, die einen durch unbekanntes Terrain zu einem Ausgangspunkt zurück leiten kann und die einfache Routenaufzeichnung.

Da GPS- und Outdoor-Uhren konstruktionsbedingt keinen großen Akku haben, sind die GPS-Uhren, die in erster Linie für den Einsatz beim Wandern, Trekking oder Bergsteigen konzipiert wurden, noch mit Schwarz-Weiß-Bildschirmen ausgerüstet. Höherauflösende Bildschirme mit Touchscreen-Bedienung würden zu viel Energie verbrauchen, die man auf Tour schlecht nachladen kann. Mit energiesparendem Display können GPS-Uhren, mit eingeschaltetem GPS, je nach Modell zwischen 3 Tagen und einer Woche durchhalten ohne aufgeladen werden zu müssen. Jede weitere aktivierte Funktion an der Uhr verkürzt die mögliche Betriebszeit zusätzlich.

Die Top-Modelle sind unter anderem auch mit den Features ausgestattet, die man vor allem bei Fitness-Armbändern vorfindet. Herzfrequenzsensor, Schrittzähler und Kalorienrechner überwachen mithilfe unterschiedlicher Sportmodi die persönlichen Aktivitäten, die dann mittels App gesammelt und ausgewertet werden können.

Mondkalender, Sonnenstandsanzeigen, Tidekalender, Höhenmesser, Barometer, Kompass, Gyroskop, GPS-gestützte Unwetterwarnungen, Thermometer sowie bei manchen Modellen auch Sonderfunktionen fürs Angeln und Jagen, erweitern den Nutzwert der GPS-Uhren sinnvoll. Man sollte zudem darauf achten, ob die GPS-Uhr auch robust ist. Eine IP67-Zertifizierung sollte sie mindestens haben. Besser ist aber IP68. Interessant ist darüberhinaus, auf welche Satelliten-Netzwerke die GPS-Uhren zugreifen können. Neben dem amerikanischen GPS gibt es noch das russische GLONASS-System, sowie die chinesischen Beidou-Satelliten. Je mehr Systeme die Multifunktionsuhr unterstützt, desto präziser und schneller kann der Standort bestimmt werden.

GPS-Geräte im outdoor-Test:

Fotostrecke: GPS-Geräte für Wanderer

14 Bilder
Garmin Oregon 750T Foto: Hersteller
Falk Tiger Blu Foto: Hersteller
Twonav Anima Foto: Hersteller

Orientierung per Smartphone - die wichtigsten Apps:

Video: Orientierung mit Karte und Kompass

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GPS-Lexikon
Foto: outdoor

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21.08.2015
Autor: Redaktion
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