Wale: Die Könige der Meere

Meeresgiganten: Walarten im Überblick

Buckelwal
Foto: Public Domain Wikipedia
Statt Schwanzflossen haben sie Fluken, auf dem Rücken tragen sie Finnen, und ihre Seitenflossen heißen Flipper – Wale sind einfach ein bisschen anders. outdoor stellt drei der Meeresgiganten vor.

Grauwal (Eschrichtius robustus)

Die Grauwal-Population ist nur noch klein. Vor allem vor Japan ist sie gefährdet. Hier leben höchstens noch 200 Exemplare.

Merkmale
Zwei Atemlöcher, eine gekerbte Fluke, aber keine Finne – Grauwale gehören zu den Glattwalen, werden bis zu 15 Meter lang und sind grau in verschiedenen Nuancen mit helleren Flecken. Bis zu 60 Jahre alt können diese Wale werden

Vorkommen
Inzwischen ist der Wal nur noch im Nordpazifik zu Hause, in zwei Populationen. Sie bevorzugen küstennahe Gewässer. Die amerikanische Population nutzt als Geburtsrevier die Baja California, die asiatische das Meer vor Japan

Besonderheiten
Charakteristisch für den Grauwal ist der herzförmige »Blas« – ein sich auffächernder Atemstrahl aus den beiden Löchern. Weil sich die Wale gerne nahe der Küste tummeln, geht Whale Watching teils bequem vom Strand aus.

 

Buckelwal
Foto: Public Domain Wikipedia Beeindruckend und faszinierend: Ein Buckelwal in Aktion.

Buckelwal (Megaptera novaeangliae)

Über seinen Namen herrscht Streit. Er kommt vom buckligen Rückenkamm – oder weil er beim Tauchen einen Buckel macht.

Merkmale
Bis zu 15 Meter Länge erreichen die Wale, manchmal auch 18 Meter. Sie sind blauschwarz gefärbt, haben eine relativ kleine Finne, aber eine ausgeprägte Fluke; und ihre Flipper können ein Drittel ihrer Körperlänge erreichen.

Vorkommen
Inzwischen ist der Wal nur noch im Nordpazifik zu Hause, in zwei Populationen. Sie bevorzugen küstennahe Gewässer. Die amerikanische Population nutzt als Geburtsrevier die Baja California, die asiatische das Meer vor Japan

Besonderheiten
Charakteristisch für den Grauwal ist der herzförmige »Blas« – ein sich auffächernder Atemstrahl aus den beiden Löchern. Weil sich die Wale gerne nahe der Küste tummeln, geht Whale Watching teils bequem vom Strand aus.

 

Schwertwal
Foto: Beppo1/pixelio.de An der schwarz-weißen Färbung sind Orcas leicht zu erkennen.

Schwertwal (Orcinus Orca)

»Killerwal«, »Mörderwal« – Orcas
tragen unschöne Beinamen. Ja, sie sind Raubtiere, pflegen aber ihre sozialen Kontakte.

Merkmale
Schwarze große Finne, weißer Bauch, paddelähnliche Flipper: ein Orca. Unterscheiden kann man sie am individuell ausgeprägten grauen Fleck hinter der Finne. Männchen können über neun Meter lang werden, Weibchen um acht.

Vorkommen
Alle Meere der Welt sind das Zuhause der flinken Orcas (bis zu 55 km/h). Tropische Gewässer finden sie weniger spannend, auch ins Mittelmeer verirren sie sich selten. Norwegische Orcas folgen den Heringsschwärmen.

Besonderheiten
Schwertwale gehören zu den Delfinen. Besonders vor Norwegen – Lofoten, Vesterålen – kann man sie in Europa beobachten. Orcas leben in engen Familienbanden und entwickeln innerhalb ihrer Familie spezifische Jagdtechniken.

Whale Watching

Wale lassen sich in ihrer natürlichen Umgebung am besten vom Boot aus beobachten. Besonders vor den Küsten der USA, Kanadas, Neuseelands, den Kanaren oder den Lofoten sind solche organisierten Walbeobachtungen möglich. Entsprechende Whale Watching-Touren können vor Ort, in den meisten Fällen aber auch schon vorab im Internet gebucht werden. Die Auswirkungen des Walbeobachtungstourismus auf Wale und Delfine sind jedoch nicht ganz unumstritten. Wenn möglich, sollte man sich vor der Tour gründlich über den jeweiligen Anbieter informieren. Hier einige Wale in freier Wildbahn im Video:




Orcas ganz nah am Kajak:




Zur Darstellung des Videos benötigen Sie aktiviertes JavaScript sowie den Adobe Flash-Player.

Video: IMAX
27.07.2011
© outdoor
Ausgabe 07/2011