Volle Kraft voraus: Die schnellsten Tiere der Welt

Die Speed-Rekordhalter unter den Tieren

Dass der Gepard unter den Tieren am schnellsten rennt, weiß man vielleicht. Aber wer ist der flotteste Flieger, der flinkste Schwimmer? outdoor stellt drei Speed-Könige zu Wasser, zu Lande und in der Luft vor.

 

Gepard
Foto: © Thomas Buttler / PIXELIO Über 100 km/h können Geparden sprinten.

Gepard

Auf Kurzstrecken erreichen Geparde (Acinonyx jubatus) – die schnellsten Säugetiere der Welt – eine Geschwindigkeit von über 100 km/h.

Merkmale
Bis 70 kg schwer und bis 130 cm lang: die braungelben Raubkatzen mit den vielen schwarzen Flecken sind sehr schlank und tragen einen relativ kleinen Kopf. Von den Augen ziehen zwei dunkle Linien zum Maul hinab.

Vorkommen
Geparde sind in Afrika in der Savanne und dem Grasland von Algerien bis Transvaal verbreitet, außerdem in Ägypten und Äthiopien. Der asiatische Gepard kommt nur im Iran vor und ist akut vom Aussterben bedroht.

Speedvorteil
Geparde haben deutlich längere und schlankere Beine als andere Katzen. Und ihre Füße erinnern eher an die von Hunden, denn sie haben harte Sohlenballen, und die Krallen lassen sich nicht einziehen.

 

Rekordhalter unter den Tieren: Blauer Marlin
Foto: National Oceanic and Atmospheric Administration/ Wikimedia Commons Der Marlin soll bis zu 110 km/h erreichen.

Blauer Marlin

Der Marlin (Makaira Nigricans) hält mit dem Fächerfisch den Geschwindigkeitsrekord im Wasser: Beide sollen bis zu 110 km/h erreichen.

Merkmale
Schwarzblauer Rücken, silberweißer Bauch – Marline werden bis zu 750 kg schwer und bis 6 m lang. Charakteristisch sind das Nasenhorn ("Ros­trum"), die fächerförmige Rückenflosse und das Seitenlinienorgan mit den Kanälen.

Vorkommen
Das Revier des Blauen Marlin sind die tropischen und gemäßigten Regionen des Atlantischen Ozeans. Er ernährt sich von Plankton, Fischen, Kraken und Tintenfischen. Marline gelten zwar als nicht bedroht, aber überfischt.

Speedvorteil
Seine hohen Geschwindigkeiten erreicht der Marlin durch den torpedoförmigen Bau und seine nicht allzu große Fächerflosse auf dem Rücken. Bei Jungfischen ist sie stark ausgeprägt, bildet sich aber zurück.

 

Wanderfalke
Foto: © Marcus Brauer / PIXELIO Im Sturzflug soll der Wanderfalke die 320-km/h-Marke knacken.

Wanderfalke

Im Sturzflug soll der Wanderfalke (Falco peregrinus) die 320-km/h-Marke knacken. Auch sehr fix: Der Mauersegler mit 200 km/h.

Merkmale
Weißer Bauch mit schwarzen Streifen und "Ringelsocken", dazu ein dunkler, blaugrauer Rücken. Weibchen werden um 50 cm groß, Männchen 35 cm. Flügelspannweiten zwischen 79 cm (Männchen) und 114 cm (Weibchen).

Vorkommen
Der Wanderfalke ist weltweit verbreitet. Nur auf Island fehlt er, ebenso in Urwald und Wüsten. In Deutschland fühlt er sich besonders in der Sächsischen Schweiz wohl. Über 200 Vogelarten gehören zu seiner Beute.

Speedvorteil
Fast ideal tropfenförmig ist der Körper des Wanderfalken. Durch seine kompakte Gestalt erreicht er so Topspeed, allerdings vor allem im Sturzflug. So kann er seine fast ebenso flinke Beute (bei uns ausschließlich Vögel) erjagen.

17.05.2011
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Ausgabe 01/2011