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Kleine Pflanzenkunde: Heimische Herbstblüher
Buntes Finale: Dem Herbst blüht einiges
Die Blätter verfärben sich, Sommer ade? Über die kürzeren Tage und die fallenden Temperaturen trösten die Pflanzen hinweg, die jetzt noch blühen. outdoor stellt drei heimische Gewächse vor.
Ab August bis in den November setzt die Herbstzeitlose bunte Akzente.
Foto: Helmut J. Salzer / pixelio.de
Prachtnelke (Dianthus Superbus)
Die filigranen Prachtnelken blühen rosarot – oft schon im Juni. Ist es warm genug, reicht die Blüte bis in den Oktober.
Merkmale
Bis zu 60 cm hoch wächst die Prachtnelke. Sie trägt an langen, grasgrünen und eher kahlen Stielen lanzettförmige Blätter und weiße bis purpurfarbene Blüten. Letztere sehen ein bisschen aus wie ungekämmte Haare.
Vorkommen
Prachtnelken bevorzugen saure Feuchtwiesen, Moore und Eichenwälder. Man findet sie bis in Höhen von 2.000 Metern in fast ganz Europa. In Deutschland gibt es nördlich des Mains kaum wilde Prachtnelken.
Besonderheit
Durch die zunehmende Überdüngung fehlt der Nelke genug natürlicher Lebensraum. In Deutschland ist sie deswegen streng geschützt. Eine Unterart, die Alpen-Prachtnelke, wächst auf alpinen Magerwiesen.
Thymian blüht ab Juni bis Oktober.
Foto: Joujou / pixelio.de
Thymian (Thymus Pulegioides)
Man riecht ihn oft, bevor man ihn
sieht: Thymian blüht ab Juni bis Oktober, meist in hellrosa Blütenbüscheln.
Merkmale
Als Strauch oder Halbstrauch wächst der Thymian meist kriechend am Boden. Die Wurzeln verholzen. An behaarten Stängeln trägt er kleine grüne Blätter, die intensiv duften; er blüht von Weiß über Creme bis Violett.
Vorkommen
In ganz Europa und sehr verbreitet gibt es Thymian. besonders beliebtes Revier sind Magerwiesen, Wegränder, Böschungen und Kiesgruben. Auch in Afrika und Asien wächst er; sein Hauptgebiet ist der Mittelmeerraum.
Besonderheit
Fast unzählige Unterarten hat der Thymian ausgebildet. Aus der mediterranen Küche ist er nicht mehr wegzudenken. Auch als Heilpflanze entfaltet er seine Wirkung. Er wirkt keimtötend, zum Beispiel in Erkältungstees.
Berg-Astern wachsen oft in Gruppen.
Foto: Astrid Kettling / pixelio.de
Berg-Aster (Aster Amellus)
Berg- oder Kalkastern blühen von
August bis Oktober blauviolett. Verwandte Asternarten blühen nur bis Juli und August.
Merkmale
Berg-Astern sind gesellig: Sie wachsen oft in Gruppen. Bis zu 50 Zentimeter hoch werden die Stängel, die unten leicht verholzen. Die Blüten stehen in verzweigten Büscheln, sind im Inneren gelb und außen blass bis violett.
Vorkommen
Die weit verbreitete Asternart bevorzugt lichte Wälder und Waldränder in Ost- und Mitteleuropa bis in die Türkei hinein. Berghänge, eher trockene Rasen sind ihr bevorzugter Standort, im alpinen Bereich fehlen sie.
Besonderheit
Zwar kommen Astern fast überall in Europa vor, aber nur vereinzelt. Entsprechend sind sie geschützt. Astern findet man wegen ihrer späten Blütezeit aber auch in vielen Formen als Zierpflanze in heimischen Gärten.


