Tipps gegen die Kälte im Zelt

Wärmer Schlafen

Wer auf Zelttour von einer kalten Nacht überrascht wird, muss nicht frieren. Wie Sie nachts warm bleiben, erklären wir hier.

Wer friert, ist dumm. Auch in diesem Sprichwort steckt etwas Wahrheit. Denn gegen Kälte kann man sich gut schützen – man muss nur wissen, wie.

Der beste Schutz – zumindest für die Nacht – ist ein warmer Schlafsack, eine dicke Isomatte und ein gesättigter Magen. Wird die Nacht jedoch unerwartet kalt, gilt es, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen – und zwar diese:

Pimp my Outdoor-Bett

In Zeltnächten bringt die Isomatte bis zu 50 Prozent der Wärmeleistung. Ist sie zu dünn, hilft auch ein dicker Schlafsack nicht weiter. Legen Sie Regenklamotten, Ersatzwäsche, Packsäcke und Tütenfutterpackungen unter die Matte – vor allem in Rumpfhöhe.

Selbstaufblasende Matten sollten zudem prall gefüllt sein – dann werden sie im Liegen weniger zusammengedrückt und isolieren besser. Steigen Sie mit langer Unterwäsche und Socken in den Schlafsack, und legen Sie eine Daunen- oder Fleecejacke übers Fußteil. Stopft man die Jacke ein Stück weit seitlich unter die Matte, bleibt sie an Ort und Stelle. Danach Schlafsackkapuze überziehen und bis auf ein Atemloch schließen. Wer hat, zieht vorher noch eine Sturmhaube über den Kopf.

Dampfsperre

Wissen Sie schon vor der Tour, dass Ihr Schlafsack an seine Grenzen stoßen wird, nehmen Sie eine Dampfsperre (Vapor Barrier Liner, VBL) mit auf Tour. Dieses luftdichte Inlet verhindert, dass Körperfeuchtigkeit die Bauschfähigkeit der Daunen reduziert. Außerdem erhöht sich die Wärmeleistung durch den VBL um drei bis fünf Grad Celsius.

24.02.2009
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Ausgabe 02/2009