Zelt-Special 2016 - in Kooperation mit Fjällräven

Mit dem Zelt unterwegs: Darauf kommt es beim Zelten in der Natur an

Zelt-Guide
Foto: Fjällräven, Håkan Wike
Was macht ein gutes Zelt aus? - Wie groß muss ein Zelt sein? - Wie finde ich den perfekten Standplatz? - Wie repariere ich das Zelt? - die wichtigsten Fragen zum Zelten beantworten wir hier ...

1. Verstärkungen: Besonders beanspruchte Stellen wie die Abspannungen müssen verstärkt sein, damit sie bei starken Belastungen nicht ausreißen. Dies erreicht man zum Beispiel durch mehrere, übereinanderliegende Lagen Zeltstoff (siehe Bild oben).

2. Belüftung: Der ideale Lüfter ist groß, regensicher und kann mit Sturmleinen abgespannt werden. Zusätzlich verfügen die Lüfter bei Fjällräven über ein Moskitonetz und lassen sich bei Sturm komplett verschließen. Auch die Anordnung der Lüfter spielt eine wichtige Rolle: Sie sollten an mehreren Seiten sowie in Bodennähe und am höchsten Punkt des Zeltes platziert sein. Nur dann zirkuliert die Luft effektiv.

3. Boden und Innenzelt: Die Böden der Fjällräven-Zelte versprechen dauerhaft eine Wassersäule von 6.000 (Abisko) und 10.000 (Keb) Millimetern. Das heißt, sie widerstehen einem Wasserdruck von sechs bis zehn Metern – genug für jedes Wetter. Die Innenzeltstoffe müssen leicht, strapazierfähig und atmungsaktiv sein. Feinmaschiges Moskitonetz an den Türen verbessert die Belüftung und hält Mücken fern.

4. Zipper: Ein Zelt ist nur so stark wie seine schwächste Stelle – und das sind oft die Reißverschlüsse. Bewährt haben sich Modelle vom Marktführer YKK. Praktisch: Fjällräven verwendet beim Außenzelt Schieber mit Selbstverschluss. Das ermöglicht es, den Eingang in der gewünschten Position offen zu halten – gut für den Panoramablick und die Ventilation.

5. Reflektierende Flächen: Jeder, der nachts im Sturm schon einmal sein Zelt gesucht hat, weiß reflektierende Streifen zu schätzen. Sie sind zum Beispiel an den Schlaufen der Abspannleinen angenäht.

6. Außenzeltstoff: Das Außenzelt sollte möglichst leicht, aber dennoch robust sein. Premiumhersteller wie Fjällräven setzen auf Ripstop-Nylon mit Silikonbeschichtungen auf beiden Seiten. Das Silikon sorgt für eine längere Lebensdauer und bessere UV-Beständigkeit. Fjällräven silikonisiert sein Triple Ripstop-Nylon insgesamt vier Mal, ein Spitzenwert. Gut für die Umwelt: Die Imprägnierung verzichtet auf umweltschädliche Fluorcarbone (PFC).

7. Gestänge: Sie bilden das Rückgrat eines Zeltes. Deshalb sollte man hier keine Kompromisse eingehen: Fjällräven vertraut wie andere Hersteller auf Alugestänge vom Marktführer DAC. Dieser Hersteller entwickelte auch eine umweltfreundliche Oberflächenbehandlung (Green Anodizing). Die Anodisierung schützt vor Korrosion.

8. Gestängekanäle: Außenliegende Kanäle erleichtern das Aufstellen des Zeltes und sorgen für ein straffes Gewebe. Praktisch: Für besonders raue Stürme fassen die Kanäle der Fjällräven-Zelte je einen zweiten Gestängebogen.

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Zelten weltweit: Dschungel, Küste, Gebirge und Fjell

Ein Camp im Urwald
Feuchte Luft, drückende Wärme und immer wieder Regen: Um im Dschungel des taiwanesischen Sanxia-Bezirks ruhig und trocken schlafen zu können, benötigt man ein zuverlässig schützendes Zelt. Doch nicht in allen tropischen Regionen regnet es viel, manche Gegenden erweisen sich sogar als sehr trocken. Worauf man beim Zelten in Äquatornähe achten sollte, steht hier.

Zelten im rauen Norden
Fjorde, Fjell und Flüsse – der Nationalpark Jotunheimen im Süden Norwegens begeistert mit einer atemberaubenden Landschaft. Wer sich seinem rauen Wetter stellen möchte, braucht ein sturmsicheres, regenfestes Zelt – und sollte diese Tipps beachten

Zelten auf felsigem Untergrund
Nur noch wenige Schläge mit dem Paddel und der Schlafplatz für die Nacht ist erreicht. Hier, am steinigen Ufer der schwedischen Schärenküste haben Paddler das gleiche Problem wie Bergsteiger im Gebirge: Auf hartem Untergrund lässt sich das Zelt nicht so einfach aufbauen. Mit diesen Tipps gelingt es doch.

Wie finde ich den besten Stellplatz für mein Zelt?

Lage, Wetter, Boden: Bei der Wahl des richtigen Zeltplatzes spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten.

 

Fjällräven Zelt-Special
Foto: Fjällräven, Håkan Wike

Gelände: Halten Sie spätestens zwei Stunden vor der Dämmerung nach geeigneten Plätzen Ausschau. Nicht jede flache Stelle eignet sich als Lagerplatz. In Senken sammelt sich oft kalte Luft, man spricht hierbei von "Kälteseen". Außerdem besteht die Gefahr, dass in ihnen Regenwasser stehen bleibt und Mücken windgeschützt ihr Unwesen treiben. Kuppen und Pässe wiederum locken mit bester Aussicht, können aber windig und bei Gewittergefahr auch gefährlich sein. Im Idealfall finden Sie eine Wiese in erhöhter Lage. Hat sie ein leichtes Gefälle, bauen Sie das Zelt mit dem Kopfende nach oben auf. Sonst leidet die Schlafqualität.

Boden: Ein trockenes Feld, in das man seine Heringe mit etwas Kraft bis zum Anschlag hineindrücken kann, gilt als Traum aller Camper. Ist der Boden zu hart, können Sie das Zelt mit Hilfe von Steinen oder anderen Hilfsmitteln fixieren. Ist er zu weich oder gar sandig, vergraben Sie einen Hering als T-Anker. Tipp: Werden Sie vor dem Aufbau zum Spurenleser: Wer in der Nähe eines Wildwechselpfades schläft, darf sich nicht über nächtlichen Besuch wundern. Um den Zeltboden zu schützen, sollten Sie spitze Steine und Äste aus dem Weg räumen. Übertreiben Sie es aber nicht: Wer in Bob-der-Baumeister-Manier anfängt, Dornenbüsche auszureißen und Äste abzusägen, schadet der Natur. Und das sollten Sie auf jeden Fall vermeiden.

Windrichtung: Auch wenn beim Abendessen Flaute herrscht, rechnen Sie immer mit einer Wetteränderung über Nacht. Fixieren Sie daher alle Sturmleinen und überprüfen Sie die Spannung bevor Sie schlafen gehen. Wer bereits beim Aufbau mit Wind zu kämpfen hat, sollte den Haupteingang auf die windabgewandte Seite legen und sein Zelt geschützt hinter einem Steinblock oder Gebüsch aufbauen.

Bäume: So angenehm ihr Schatten auch ist, das Zelten im Wald hat viele Nachteile: Harz verklebt das Gewebe, bei Wind können dicke Äste auf das Zelt krachen und nach Regen fallen noch stundenlang große Wassertropfen von den Baumblättern auf das Dach – und sind dabei ziemlich laut. Außerdem sitzt man im Wald abends schneller im Dunkeln als auf einer freien Fläche.

Flussufer: Abends schläft man neben einem glucksenden Bach ein, nachts fließt dieser plötzlich durchs Zelt. Gibt‘s das? Ja. Regen in den Bergen lässt auch die Bäche im Tal anschwellen – selbst in über 50 Kilometer Entfernung. Darum gilt: Immer einige Meter oberhalb und in mindestens 60 Meter Abstand von Gewässern campieren und nie an Außenkurven. Zu weit weg sollten Sie das Lager aber nicht aufschlagen, sonst laufen Sie sich beim Wasserholen die Hacken wund.

Felswand: "Vorsicht Steinschlag" – diese Warnung sollte man sich im Gebirge auch bei der Wahl des Schlafplatzes zu Herzen nehmen. Felsbrocken – und bei Gewitter Blitze – können Sie selbst einige Meter vor Felswänden noch treffen. Am besten halten Sie 15 Meter Abstand. Tipp: An den Steinen am Boden sehen Sie, ob und wie weit die Felsgeschosse fliegen.

 

Zelt-Heringe fixieren
Foto: outdoor

Wie schlafe ich am besten im Zelt?

Pyjama: Im durchgeschwitzten oder vom Regen feucht gewordenen Shirt schläft es sich unangenehm. Deshalb lohnt sich extra Schlafkleidung. Erlaubt ist dabei alles, von der Boxershort bis hin zur Wollwäsche – Hauptsache, Sie fühlen sich wohl und die Sachen wiegen wenig.

Ordnung: Haben Stirnlampe, Uhr, Feuerzeug und Co. ihren festen Platz im Zelt, wissen alle, wo sich was befindet. Meist gibt es im Innenraum Taschen, die für kleinere Gegenstände ideal sind. Reicht das nicht aus, empfehlen sich separat erhältliche Fächer wie das Fjällräven Gear Shelf.

Kissen: Zu Hause schläft man auf Kissen – wieso sollte das in der Wildnis anders sein? Minimalisten stopfen am besten einen Teil ihrer Bekleidung in einen Packsack und stecken ihn in ein trockenes Shirt. Wer es noch komfortabler mag, findet in den Outdoor- Läden eine breite Auswahl an Outdoor-Kissen. Besonders beliebt sind Modelle zum Aufblasen oder mit Füllung, etwa das Fjällräven Travel Pillow (23 Euro).

Ohrstöpsel: Zwei kleine Pfropfen aus Schaumgummi haben schon manchem Trekker die Nacht gerettet. Laut kann es auf Tour immer werden: Der Partner schnarcht, der Wind rüttelt am Zelt oder Tiere machen Radau. Ebenfalls praktisch für Sommertrips im Norden: eine Schlafmaske.

Wärmflasche: In kalten Nächten muss man das Schlafsackinnere erst aufwärmen. So lange fröstelt man. Wer sich das ersparen möchte, füllt beim Abendessen eine Flasche oder einen Wassersack mit heißem Wasser und packt sie in den Schlafsack. Wenn Sie die Wärmflasche alle fünfzehn Minuten verschieben, wird auch die Liegefläche der Isomatte vorgewärmt.

 

Zelt-Guide: Tarp
Foto: Fjällräven, Håkan Wike

Tarp: Mit einer Zeltplane, zum Beispiel dem Fjällräven Abisko Tarp, und den Trekkingstöcken lässt sich in Pausen oder vor dem Zelt ein regen- und windgeschützter Rastplatz schaffen. Der Aufbau klappt mit etwas Übung in wenigen Minuten.

Eingewöhnen: Den Grundstein für gute Outdoor-Nächte können Einsteiger bereits legen, wenn sie vor der Tour im heimischen Garten übernachten. So hat der Körper Zeit, sich auf die veränderte Schlafsituation im Zelt einzustellen. Außerdem finden Sie heraus, wie stark Sie Ihre Schlafmatte aufblasen sollten und ob das neue gebastelte Kissen wirklich komfortabel ist.

Nervennahrung: Selbst auf der schönsten Tour hat man manchmal einen Durchhänger. In solchen Momenten hilft es, etwas dabei zu haben, das für gute Laune sorgt. Für manche ist das die Tafel Schokolade, andere lesen lieber oder hören ein Hörbuch zum Einschlafen. Überlegen Sie sich, was Ihnen zu Hause Freude macht – das funktioniert meist auch auf Tour.

Höhenkoller: Auf Schlafhöhen jenseits der 3000-Meter-Marke, wie zum Beispiel auf vielen Nepaltreks, sollte man üppige Abendessen meiden: Der Magen verdaut dort oben langsamer. Besser, man isst nur eine Nudelsuppe und bereitet sich stattdessen ein reichhaltiges Frühstück zu.

 

Fjällräven Abisko Lite 2
Foto: Hersteller Fjällräven Abisko Lite 2

Wie groß muss ein Zelt sein?

Kompaktklasse: Wem ein geringes Gewicht wichtiger ist als das Raumangebot eines Zeltes, greift zu einem leichten Zweibogentunnel wie dem Fjällräven Abisko Lite 2. Nur zwei Kilo schwer, bietet es zwei Personen ausreichend Platz. Reicht Ihnen das nicht ganz, entscheiden Sie sich für die nächst größere Version und legen Teile der Ausrüstung auf den freien Schlafplatz.

 

Fjällräven Abisko Shape
Foto: Hersteller Fjällräven Abisko Shape

Allrounder: Sie suchen ein leichtes Zelt mit einer geräumigen Apsis, in der man bei schlechtem Wetter komfortabel kochen oder sich umziehen kann? Dann ist das Abisko Shape von Fjällräven ideal. Dank des dritten Bogens bietet dieser Tunnel einen guten Kompromiss aus niedrigem Gewicht (2,3 kg) und üppigem Platzangebot – ein top Begleiter für Wildnistreks.

 

Fjällräven Abisko Endurance
Foto: Hersteller Fjällräven Abisko Endurance

Komfortzelt: Mit 2,5 Kilo wiegt das Fjällräven Abisko Endurance zwar rund 200 Gramm mehr als das Abisko Shape (s. oben), dafür schaffen gleichhohe Gestängebögen mehr Kopffreiheit und verbessern die Windstabilität. Dieser Tunnel empfiehlt sich für alle, die im Innenzelt und in der Apsis viel Sitzfläche möchten oder ihre Bikes in der Apsis parken.

Fotostrecke: Trekkingzelte im Härtetest

12 Bilder
Foto: Boris Gnielka
Foto: Boris Gnielka
Foto: Boris Gnielka

Tipps & Tricks: So pflegen und reparieren Sie Ihr Zelt

Bodenhygiene: Suchen Sie den Zeltplatz sorgfältig ab und entfernen Sie spitze, scharfkantige Gegenstände, zum Beispiel Steine, Äste, Muscheln oder dornige Pflanzen. Eine extra Zeltunterlage schützt den Boden zusätzlich.

Auf- und Abbau: Setzen Sie die einzelnen Gestängesegmente vorsichtig zusammen – das verhindert Beschädigungen. Beim Auf- und Abbau dürfen die Stangen anstatt sie zu ziehen nur durch die Kanäle geschoben werden. Auch Sand, Steine und Zweige entfernen Sie aus dem Innenzelt, indem Sie es ausschütteln oder auskehren – sie können Löcher im Material verursachen.

Reinigung: Verpacken Sie Ihr Zelt immer sauber und trocken. Stoffe wischt man mit einem Schwamm und lauwarmem Wasser ab, die Zipper werden mit einer Zahnbürste vom Schmutz befreit – so bleiben sie leichtgängig.

Lagerung: Der Lagerort sollte trocken und lichtgeschützt sein.

Risse im Außenzelt: Vernähen Sie zunächst den Riss. Dann kleben Sie von außen Zeltflicken und Dichtungskleber (sogenannte Seamsealer) darauf.

Gestängebruch: Segmente lassen sich mit einer Reparaturhülse schienen oder austauschen. Fjällräven liefert zu jedem Zelt ein passendes Ersatzsegment mit.

Das Zelt-Special 2016 entstand in Kooperation mit Fjällräven

Video: Zelt fit machen für den nächsten Einsatz

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Video: outdoor

Video: Welches Zelt kaufen? - Die Zelttypen im Detail

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Fotostrecke: Zelten im Winter - die besten Tipps

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Zelten im Winter Foto: Illustration: Franz Scholz
Zelten im Winter Foto: Illustration: Franz Scholz
Zelten im Winter Foto: Illustration: Franz Scholz

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03.08.2016
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Ausgabe 07/2016