Leichtgewichts-Guide: Leichte Ausrüstung für unterwegs

Nimm's leicht: Ausrüstung für Grammzähler


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Schlafsack-Vergleich

 

Osprey Hornet 32

 

Osprey Stratos 34

 

The North Face Triumph Anorak

 

The North Face Half Dome
Mittlerweile haben die meisten Hersteller zu jedem normalen Produkt auch das passende Ultraleicht-Pendant im Sortiment. Wir haben für Sie die besten Gewichtssparmodelle für Wander- und Trekkingtouren ausfindig gemacht. Werfen Sie hier einen Blick auf unsere Favoriten.

In unserer Mediashow haben wir am Beispiel ausgewählter Produkte die Normalversion der Leichtvariante gegenübergestellt. Schauen Sie rein und staunen Sie, wie groß die Unterschiede sein können.

Doch wir haben noch weitere Tipps zum Gewichtsparen für Sie:

1. Jacke: Wenn man nur wenige Tage unterwegs und die Wettervorhersage gut ist, kann man auf die – schwere – Funktionsjacke durchaus verzichten und so viel Gewicht sparen. Den Wetterschutz übernimmt dann einfach die Softshelljacke. Diese schützt nämlich nicht nur vor Wind und Kälte, sondern hält auch Nieselregen oder kurze Schauer ab. Voraussetzung: Sie ist gut imprägniert.

2. Schuhe: Ein Klotz am Bein kann auf längeren Wandertouren mehr als hinderlich sein. Für Tageswanderungen und leichte Bergtouren eignen sich Leichtwanderstiefel bis 1,5 Kilogramm problemlos. Laut Studien der British Army wirken 100 Gramm Gewichtsersparnis an den Füßen genauso viel wie 500 Gramm weniger im Rucksack. Das klingt plausibel, denn Schuhe werden auf einer durchschnittlichen Tagestour ungefähr 20.000 Mal angehoben, beschleunigt und aufgesetzt. Doch sollten Sie es mit dem Gewichtsparen nicht übertreiben: Multifunktionsschuhe etwa bieten für Rucksacktouren zu wenig Halt.

3. Schlafsack: Die leichteren Daunenschlafsäcke bieten zwar ebensolche Schlafkomfort wie die Synthetikvariante, sind aber nässe-empfindlicher. Daunen nehmen Feuchtigkeit großzügig auf, geben sie aber nur unfreiwillig wieder raus. Morgendliches Lüften ist bei Daunenschlafsäcken daher Pflicht. Wer das unterlässt, mindert die Isolation und Haltbarkeit – und erhöht das Gewicht.

4. Zelt: Auch bei der Unterkunft liegt abspecken im Trend. Bis zu 150 Gramm kann man sparen, wenn man Zeltpacksäcke und unnötiges Zubehör weglässt. Die meisten Zelte besitzen ab Werk Polyester-Sturmleinen und Heringe aus einfachem Alu. Beides hat ein großes Gewichtspotential. Die Leinen lassen sich durch deutlich leichtere, dünnere und zudem reißfestere Dyneema-Leinen ersetzen. Heringe in der Leichtversion aus Titan sparen auch noch mal wichtige Gramm.

5. Rucksack: Bei Rucksäcken besitzen die Leichtvarianten häufig nur einen dezent gepolsterten Rücken. Deshalb ist sorgfältiges Packen Voraussetzung für hohen Tragekomfort. Achten Sie darauf, dass kantige Teile nicht durchs Rückenpolster drücken können. Wer eine Trinkblase ins rückennahe Fach steckt, schafft damit ein extra Polster.

Extratipp: Wer die oft überlangen Schulterträger und Hüftgurte stutzt kann bis zu 50 Gramm sparen. Die Enden einfach mit einem Feuerzeug anschmelzen damit sie nicht ausfransen. Man muss allerding darauf achten, dass die Riemen auch dann noch passen, wenn man warme Kleidung trägt. Auch Rucksäcke können sich bei Nässe und Regen vollsaugen und an Gewicht zulegen, hier helfen Imprägniersprays und Regenhüllen.

 

The North Face Triumph Anorak
Abgespeckt: Eine Ultralight Jacke spart einige Kilos und schützt ebenso.

Abspecken in punkto Verpflegung

Sie können auf Trekkingtouren aber nicht nur an Ausrüstung und Kleidung sparen. Auch im punkto Verpflegung ist weniger manchmal mehr. Wer unterwegs einkehrt oder seinen Lebensmittel-Vorrat auffrischt, kann einige Kilos abziehen. Auch im Proviant selbst steckt viel Sparpotenzial: Statt Dosengerichten, Brot, Käse oder Wurst sind gefriergetrocknete Tütensuppen, Kekse, Nüsse sowie Müsli angesagt.

19.08.2011
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Ausgabe 05/2011