Kleidung clever kombiniert - nach dem Zwiebelprinzip

Lagensystem - richtig anziehen auf Tour

Bekleidungsschichten
Foto: Drake Images
Wie Sie den unterschiedlichen Witterungsbedingungen auf Tour gerecht werden können, lesen Sie hier ...

Die Kombination macht‘s:
Ein Bekleidungsstück allein wird den unterschiedlichen Witterungsbedingungen (Sonne, Regen, Kälte und eventuell sogar Schnee) nicht gerecht. Erst durch die pfiffige Kombination unterschiedlicher Bekleidungsschichten ist man für jedes Wetter gewappnet.

Die Basis bildet Funktionswäsche aus Kunstfasermaterialien oder Wolle. Grob gilt die folgende Faustregel: Wem ständig zu warm ist oder wer gerne ans körperliche Limit geht, greift zu Synthetikwäsche. Lässt man es eher gemütlich angehen, trägt sich Wolle sehr angenehm. Außerdem empfiehlt es sich, ein Kurz- und Langarmshirt einzupacken, die einzeln oder zusammen getragen werden können. Auf Zelt- und Hüttentreks ist ein extra Wäscheset als Abend- und Schlaf-Outfit angenehm. So kann man tagsüber feucht gewordene Sachen wechseln, sobald man ankommt.

Ein dünner Fleecepulli dient als zusätzliche Wärmeschicht (Lage 2 oder Zwischenschicht). Verfrorene Naturen brauchen entweder ein dickeres Fleece oder nehmen noch eine Weste mit. Grundsätzlich sollten Sie sich während des Wanderns aber nicht zu warm anziehen, sonst wird die Kleidung durchgeschwitzt – und dann verlieren selbst Outdoor-Materialien einen Teil ihrer Wärmeleistung. Nur in den Pausen und im Camp packen Sie sich dick ein. Als Hosen empfehlen sich Wander- und Trekkinghosen aus Kunstfasern, Mischgeweben oder Softshellmaterial.

Letzteres ist auch für Jacken ideal. Auch hier gilt: Dünnere Jacken sind vielseitiger als dicke – bei Kälte ziehen Sie einfach etwas mehr darunter an. Eine Kapuze verbessert den Wetterschutz. So ausgerüstet braucht man die wasserdichte Außenschicht nur noch bei Dauerregen.

Video: Gut gerüstet auf Tour

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Kleidung pflegen:

Saubere Sache
Richtig gepflegt hält Outdoor-Bekleidung länger und funktioniert besser.

Pflege-Guide
Grundsätzlich gilt: so oft wie nötig und so selten wie möglich waschen, aber mindestens alle sechs Monate. Ausnahme: Mit Daunen und Kunstfasern gefüllte Sachen reinigen sie erst, wenn sie anfangen zu riechen.

Programmtipp
In der Regel kommt Outdoor-Bekleidung in die Waschmaschine. Als Universaleinstellung empfiehlt sich das 30-Grad-Feinwäscheprogramm. Packen Sie die Trommel nur halb voll und gönnen Sie der Wäsche einen extra Spülgang.

Reinigungskraft
Tipp: Flüssigwaschmittel aus dem Outdoor-Fachhandel, etwa von Nikwax, erhalten die Leistungsfähigkeit der Materialien.

Imprägnierung
Perlt Wasser von Softshells und Regenbekleidung nicht mehr ab, imprägnieren Sie sie mit Spray. Danach eine Stunde in den Trockner (Schontrocknen) stecken, das erhöht den Abperleffekt.

Die wichtigsten Bekleidungs-Tipps im Überblick:

Jacken-Kauftipps:

Fotostrecke: Preiswerte Wanderjacken für den Herbst

19 Bilder
Funktionsjacken im outdoor-Test 2015 Foto: Hersteller
Softshelljacken im Test 2016 Foto: Hersteller
Foto: Hersteller
21.09.2016
Autor: Redaktion
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Ausgabe 07/2016