Detail-Check: Daunenjacken und Kunstfaserjacken

Darauf sollten Sie bei Isolationsjacken achten

Daunenjacken und Kunstfaserjacken brauchen nicht viele Features. Darauf sollten Sie aber bei Isolationsjacken achten.

1. Richtige Kragenweite
Ein klaffender Kragen wirkt wie ein Abzug, über den die warme Luft aus dem Jackeninnern entweicht. Deshalb muss der Kragen einer Daunenjacke/Kunstfaserjacke rundherum sauber anliegen. Noch effektiver schützt eine Kapuze vor Wärmeverlust und Frösteln: Kopf, Nacken und Wangen reagieren sehr empfindlich auf Kälte.

2. Gefütterte Taschen
Nur in Taschen, die zur Außenseite hin mit Fleece, Kunstfasern oder Daune isoliert sind, lassen sich die Hände schnell aufwärmen. Haben die Taschen keinen Reißverschluss, müssen sie auch in Richtung Richtung Körper dick gefüttert sein - sonst kriecht über das Futter Kälte ins Innere der Daunenjacke bzw. der Kunstfaserjacke.

3. Brust-/Innentasche
Die Innentasche einer Isojacke ist sinnvoll, um Kleinigkeiten wie zum Beispiel Feuerzeug, Lippenstift oder Ähnliches zu verstauen. So kann man nach Herzenslust die Hände in den anderen Taschen aufwärmen - ohne Angst, dass etwas herausfällt.

4. Ärmelbündchen/Saum
Weder die Ärmelbündchen noch der Saum müssen sich bei Daunen- oder Kunstfaserjacken zwingend verstellen lassen – vorausgesetzt, sie bestehen aus einem elastischen Material und liegen schön eng an. Denn nur dann hält sich die Wärme im Inneren der Jacke.

Im Isolationsjacken-Test 2011 traten vier Daunenjacken und vier Kunstfaserjacken, mit und ohne Kapuze zum Duell an. Die Isolationsjacken wiegen zwischen 290 und 410 Gramm und kosten 150 bis 250 Euro. Weitere Infos und Links zum kompletten Test finden Sie in der Fotostrecke:

Isolationsjacken-Lexikon:

DWR: Englische Abkürzung (durable water repellent) für wasserabweisende Ausrüstung, also die Imprägnierung eines Materials.

DENIER: Maßeinheit für das Gewicht eines Garns von 9000 Meter Länge. Bei einem 10-Denier-Gewebe wie Pertex Quantum GL wiegen neun Kilometer Garn rekordverdächtige zehn Gramm. Sonst werden vor allem Stoffe mit 20 und 30 Denier verarbeitet.

FILLPOWER: Sie beschreibt, wie viel Cubic-Inch (Abkürzung: cuin) Volumen eine Unze (28,35 g) Daune einnimmt. Je höher der Wert, desto besser die Isolation. Bei Spitzenqualitäten liegt er über 800 cuin.

PRIMALOFT ONE: Die Mutter moderner Kunstfasern. Durch feinste Fasern wärmt es sehr gut, ist weich, nässefest und klein verpackbar.

THERMAL R: Neue Kunstfaser von Marmot aus Recycle-Fasern. Vereint hohe Isolation mit Nässeschutz und Komprimierbarkeit.

SENSOFIL: Entwicklung von Vaude aus verschiedenen Kunstfasertypen mit einer ordentlichen Wärmeleistung.

Fotostrecke: Wärmer schlafen - Tricks für kalte Zeltnächte

10 Bilder
Boden unter Isomatte isolieren gegen kalte Zeltnächte Foto: Franz Scholz
Nicht mehr frieren in kalten Zeltnächten Foto: Franz Scholz
Jacke übers Fußteil gegen kalte Füße im Zelt Foto: Franz Scholz
22.11.2011
Autor: Frank Wacker
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