Georgien: Geheimtipp für Wildnisfans - vor allem auch im Herbst und Winter

Wandern in Georgien
Foto: Miqael Kavtaradze
Der Borjomi-Kharagauli Nationalpark in Georgien umfasst 107.000 Hektar atemraubende, nahezu unberührte Natur und besticht durch seine außergewöhnliche biologische Vielfalt.

Der Borjomi-Kharagauli Nationalpark in Georgien wurde im Jahr 1995 als erster Nationalpark im Kaukasus in Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland und dem WWF (World Wildlife Fund for Nature) gegründet.

Unterschiedliche Klimazonen ergaben eine Komposition abwechslungsreicher Landschaften. Während etwa zwei Drittel der Fläche aus den für den Kaukasus typischen Bergwäldern bestehen, sind die Gebiete in Höhenlagen ab 2000 Metern von alpinen und subalpinen Wiesenlandschaften geprägt. Zahlreiche endemische Tier- und Pflanzenarten sind hier beheimaten - darunter auch Braunbär, Wolf und Steinadler.

 

Wandern in Georgien
Foto: Lena Rott

Zugänglich ist der Nationalpark über ein gut ausgebautes Netz an neun Wanderwegen unterschiedlichster Art, Länge und Schwierigkeitsgrad. Vom kurzen Rundgang bis zur mehrtägigen Wanderung ist alles möglich, wobei Höhen von 500 bis etwa 2642 Metern erreicht werden können. Den Besuchern stehen entlang der Strecken vier reizvoll gelegene Wanderhütten und Möglichkeiten zum Campen zur Verfügung.

Die unterschiedlichen Landschaften des Kaukasus können auf eigene Faust oder bei einer geführten Tour erkundet werden. Das Besucherzentrum in Borjomi bietet eine Vielzahl geführter Touren an, darunter auch mehrtägige Reittouren. Mountainbikes, Wanderequipment wie Zelte, Schlafsäcke und Isomatten sowie detaillierte Wanderkarten können dort auch ausgeliehen bzw. erworben werden.

 

Wandern in Georgien
Foto: Lena Rott

Die meisten der Routen sind von April bis in den Oktober zugänglich. Mittlerweile gibt es auch geführte Schneeschuhwanderungen im Winter. Wer jedoch einen Blick auf das Schwarze Meer und den Großen Kaukasus erhaschen möchte, sollte im Herbst kommen, denn dieser sticht besonders durch seine farbenfrohe Pracht und seine klaren Sichtverhältnisse hervor.

Wer einen Reisepass besitzt, sollte keine Probleme mit der Einreise haben - vor allem bei Anreise über Drittstaaten (z. B. über Istanbul mit „Turkish Airlines“ oder Riga mit „Air Baltic“) wird wegen vereinzelt auftretender Schwierigkeiten bei der Anerkennung des Personalausweises die Mitnahme eines Reisepasses empfohlen.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Nationalparks: apa.gov.ge

Ausrüstung:

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20.09.2016
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