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Alles über die 24 Stunden von Bayern
24 Stunden zu Fuß sind eine Herausforderung. Testen Sie Ihre Grenzen am Großen Arber bei der 24 Stunden Wanderung von Bayern.
Rund um den Großen Arber,
im Herzen von Arberland- Bayerischer Wald, sagen sich normalerweise Luchs und Hase gute Nacht. Im Juni jedoch hört man Gespräche in der Nacht, Murmeln und Lachen, und leise federn Schritte auf den naturbelassenen Pfaden. Wanderer lassen die Lichtkegel ihrer Stirnlampen durch den dichten Wald schweifen. Unermüdlich drehen sie ihre Runden bis zum Morgen. Es sind die Teilnehmer der »24 Stunden von Bayern« vom 19. bis 20. Juni 2010, und bei Einbruch der Dunkelheit liegt ein Wandertag schon hinter ihnen. Trotzdem wandern sie weiter, erfrischen sich an den Ständen, tauschen sich mit den Mitwanderern aus. Was macht den Reiz aus, 24 Stunden am Stück zu gehen, sich ein bisschen zu quälen und vielleicht auch die ein oder andere Blase in Kauf zu nehmen? Es ist das Gefühl, Teil eines Abenteuers zu sein. Es ist aber auch ein Test, um die eigenen Grenzen auszuloten. Wie stark ist der innere Schweinehund? Und: Lässt er sich überlisten, indem man in der Gemeinschaft auch dann noch die Füße voreinander setzt, wenn man es auf sich allein gestellt womöglich nicht mehr tun würde?
Die Region rund um den Arber im Bayerischen Wald ist ein ideales Revier für eine 24-Stunden-Wanderung. Die Wege verlaufen dort, wo der Wald am wildesten ist, tagsüber versüßen weite Aussichten über das Arberland und das ein oder andere Schmankerl aus der böhmischen und bayerischen Küche den langen Marsch.
Für Abwechslung und Unterhaltung sorgen auch verschiedene Stationen am Wegesrand. Sie geben Einblicke in das Glasbläserhandwerk, im Arberland eine Kunst mit einer sehr langen Tradition. Außerdem genießen die Teilnehmer der 24 Stunden von Bayern eine bayerisch-böhmische Grenzerfahrung: Ein Abschnitt der Strecke führt durch die tschechische Hälfte des größten Waldgebietes Mitteleuropas. Langeweile kommt unterwegs also nicht auf – zumal es immer einen Mitstreiter zum Unterhalten gibt. Die Erfahrung zeigt: Je länger der Weg, desto intensiver wird das Zusammengehörigkeitsgefühl. Man lernt sich eben doch ganz anders kennen als auf einer normalen Wanderung. Gemeinsam kämpft es sich besser gegen die Ermüdung in den frühen Morgenstunden an, kurz bevor die energiespendende Sonne über den Horizont steigt.
Morgens um acht Uhr ist es dann geschafft. Es dauert eine Weile, bis der Körper begreift, dass er sich jetzt wieder auf Ruhe umstellen darf. Aber der Stolz und das Glück, es geschafft zu haben, stehen den 24-Stunden-Wanderern sofort ins
Gesicht geschrieben.
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