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Tu's im Stehen
19.02.2009 von Dimitri Lehner
SUP. Wer jetzt denkt: Bitte nicht schon wieder so 'ne Karre aus Ami-Land, die niemand braucht - den können wir beruhigen. Diesmal schicken uns die Amis was Raffiniertes. SUP, das steht für "Stand up Paddel".
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- 2Fitnesstraining mit toller Aussicht
- 3SUP - Fakten und Informationen
- 4Video: Kleine Welle, große Welle - das ist SUP
- 5Video: Stand Up Paddling - die ersten Schritte
- 6Video: SUP in Hamburg
- 7Video: Das richtige Equipment
- 8Video: SUP als Wettkampfsport
Stand up Paddel, stehend paddeln, dahinter verbirgt sich ein neuer Wassersport. Wer »Stand Up Paddel«-Boarding oder – surfing erfunden hat, ist allerdings ungewiss. Die einen sagen, auch diese Form des Surfens stamme von den hawaiianischen Königen und ihre Geburtsstunde liege schon einige hundert Jahre zurück. Andere behaupten, SUP sei eine Idee der amerikanischen Beach Boys der 60er Jahre gewesen, die damit Anfänger besser im Wellenreiten unterrichten konnte.
SUP über den Ärmelkanal
Dass SUP in den letzten Jahren ins Medieninteresse gerückt ist, verdankt der Sport jedoch den beiden Surf-Legenden Laird Hamilton und Dave Kalama. Mit spektakulären Aktionen wie einem Ritt auf der Monsterwelle Jaws, der Überquerung des Ärmelkanals oder Befahrung des Grand Canyon brachten die Profi-Sportler SUP in die Schlagzeilen. Doch SUP ist mehr als eine weiterer Disziplin für Supersurfer. Man braucht dafür keine Wellen, ja nicht einmal einen Ozean.

- Muss nicht, kann: SUP bietet den wahrscheinlich einfachsten Einstieg zum Wellenreiten.
Foto: Naish International
Funktioniert auf jedem Baggersee
Statt wie beim Surfen auf dem Bauch zu liegen und mit den Armen zu paddeln, steht man beim SUP aufrecht auf dem Board und sorgt mit einem langstieligen Stechpaddel für Antrieb. Auch sind die Boards länger und mit mehr Volumen ausgestattet als bei gewöhnlichen Wellenreit-Boards, schließlich müssen sie das Gewicht auch ohne Wellenschub tragen und dürfen dabei nicht zu stark zu schwanken.
»Für mich ist SUP der ideale Spaß auf dem Wasser«, sagt Robby Seeger, der einzige deutsche Big Wave Surfer, »damit kann ich Wellen reiten aber auch ohne Wellen die Küste hinunter paddeln, das Meer genießen und tue dabei gleichzeitig etwas für meinen Körper, denn SUP ist ein tolles Ganzkörper-Training. Das funktioniert auf jedem Baggersee.«

- In Übersee sind SUP-Wettkämpfe gut gebucht. In Deutschland fand im Vorjahr erstmals eine Meisterschaft statt.
Foto: Naish International
Man muss kein Surfer werden
Man muss also weder Surfer sein noch einer werden, um am SUP Spaß zu haben. Und dennoch bietet SUP den vielleicht schnellsten und einfachsten Start ins Wellenreiten. Warum? Allround-Waterman Michi Schweiger von Naish USA gibt die Antwort: »Stehend auf dem Board und mit einem Paddel lässt sich viel mehr Vortrieb generieren. So schafft man es schon kleine, schwache Wellen anzupaddeln und erspart sich den schwierigen Take-off, denn man muss ja gar nicht mehr aus der Bauchlage auf die Füße springen, da man bereits steht. Es genügt also aus der parallelen Fußhaltung – so bewegt man das Board voran – einen leichten Ausfall-Schritt zu machen, zu paddeln bis die Welle den Vortrieb übernimmt und die Welle zu surfen«. Das lange voluminöse Brett macht es zudem leicht, die Welle lange und kippstabil abzureiten, denn wie jeder Wassersportler weiß: Länge läuft.
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19.02.2009
© KANU-Magazin Ausgabe 01/2009
Autor: Dimitri Lehner
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