Trekkingzelte im Test, Sommerziele & vieles mehr

outdoor 08/16
Foto: outdoor | Fredrik Lewander | Jens Klatt
Gute Zelte schützen vor Wind und Wolkenbruch, bieten viel Wohnkomfort und sind fix aufgebaut. Für die aktuelle outdoor Ausgabe 08/2016 haben wir 12 Trekkingzelte getestet. Wie der Test im Detail ablief und was Sie außerdem im neuen Heft erwartet, erfahren Sie hier ...

Der Testablauf der Trekkingzelte im Detail:

1. Bodennässe & Regen
Um festzustellen, ob alle Zelte dicht halten, benutzt outdoor eine Beregnungsanlage, die über 4000 Liter Wasser auf jedes Modell prasseln lässt, was einem zehnstündigen Wolkenbruch gleicht. Dabei achten die Tester auch auf vom Boden aufspritzendes Wasser, das bei Zelten mit hochgezogenem Außenzelt zu Wassereinbruch führen kann. Auch wird getestet, ob es bei geöffnetem Außenzelteingang in das Innenzelt tropft. Danach misst das Testteam die Bodendichtigkeit: mittels Soutertester, einem Manometer, das bis zu einem Bar (= 10.000 mm) Wasser auf die Bodenwanne presst. Ein guter Boden sollte einen Wert von 5000 erreichen, ein sehr guter 10.000 Millimeter.

Loading  

 

So testet outdoor: Nässeprüfung
Foto: Boris Gnielka Nässeprüfung: Unter der Beregnungsanlage und in der Praxis.

2. Aufbau & Abmessungen
Nach den Laborprüfungen bauen zwei Tester sämtliche Zelte auf und bewerten Dauer und Komplexität der Prozedur. Danach wird das Platzangebot der Zelte gemessen: zum einen die Bodenfläche von Apsis und Innenzelt, die sich in den Grundrissskizzen widerspiegeln. Zum anderen der im Innenzelt nutzbare Raum. Er wird in 30 Zentimeter Höhe gemessen. So decken wir Scheinriesen auf: Zelte, die eine große Grundfläche ausweisen, in der Praxis aber unkomfortabel sind, weil die Innenwände schräg in den Raum ragen. Maßstab für die Bewertung des Platzangebots sind deshalb nicht die Grundrissskizzen, sondern "Nutzfläche" und "Liegelänge".

 

So testet outdoor: Vermessung
Foto: Boris Gnielka Innenzelt und Apsiden werden zentimetergenau vermessen.

3. Handling & Ausstattung
Das Testteam prüft auch, wie gut Reißverschlüsse laufen, ob sie dabei Abdeckleisten einklemmen und wie einfach sich die Eingänge geöffnet fixieren lassen. Dabei wird auch auf Details wie längenverstellbare Heringsschlaufen oder verschließbare Lüfter geachtet.

4. Wohn- & Schlafkomfort
Während des dreitägigen Praxistests übernachten sämtliche Tester in den Zelten. Dabei werden Handling und Raumgefühl, die Helligkeit im Zelt, Kopffreiheit und Eingangshöhe festgehalten und die Wirksamkeit der Belüftung (Kondenswasserbildung) – auch beim Kochen in der Apsis – im direkten Vergleich zu den anderen Testmodellen ermittelt.

 

So testet outdoor: Windmaschine
Foto: Boris Gnielka Mit bis zu 200 km/h stürmt die Windmaschine die Testzelte an.

5. Sturm- und Bruchprüfung
Die Windstabilität testet outdoor mit Hilfe einer Windmaschine der Firma Oase. Sie drückt mit bis zu 200 km/h auf die Zelte. Ein gutes Zelt muss bei 80 km/h noch stehen, ein sehr gutes mehr als 100 km/h aushalten. Bewertet werden Schmal- und Längsseiten.

Fotostrecke: Trekkingzelte im Härtetest

12 Bilder
Foto: Boris Gnielka
Foto: Boris Gnielka
Foto: Boris Gnielka

Weitere Themen in outdoor 08/2016

  • Wandern am Dachstein: Die Tourenhighlights am höchsten Berg der Steiermark:

Unterhalb der Bischofsmütze, 7 km, mittel
Auf den Kufstein, 10 km, mittel
Entlang der Südwand, 11 km, mittel
Königsetappe von Ramsau, 14 km, mittel

  • 20 Outdoor-Traumziele für den Sommer
  • Kanada vor der Haustür: Kanu-Abenteuer in Mecklenburg
  • Know-How: Erste Hilfe - Was man unterwegs dabei haben sollte
  • Die top Rucksäcke aller Klassen
  • Deutschlands wilde Winkel
  • Test: Das perfekte Wanderequipment und mehr

Hier bestellbar:
Heft-Ausgabe
E-Paper für Smartphone & Tablet
Probe-Abo & Prämie

05.07.2016
Autor: Redaktion
© outdoor
Ausgabe 08/2016