Outdoor Editor's Choice Award
Nur die beste Ausrüstung erhält die höchste Auszeichnung der Outdoor-Redaktion: den Editor’s Choice Award. Über 500 Produkte wurden getestet, aber nur 15 gewinnen 2009 den Preis.
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Editor's Choice - die besten und innovativsten Produkte 2009
Mit dem Mamook GTX bringt Mammut einen Hochtourenstiefel der Spitzenklasse auf den Markt. An Trittpräzision ist der extrem leichte (900 g) Schuh nicht zu übertreffen – auch ein Verdienst der Schnürschlaufen, die an der Zwischensohle ansetzen und dadurch den Vorderfuß perfekt umschließen. Das schafft Sicherheit in schwierigen Kletterstellen. Auch beim Zustieg bietet der steigeisenfeste Stiefel – der auch im Steileis eine gute Figur macht – viel Komfort: Nichts drückt oder scheuert, die vorgeformte Sohle rollt sehr angenehm ab.
Preis: 360 Euro.
Genial: Alle Teile der beiden Kochsets von GSI (Dualist, Soloist) wurden so kon-struiert, dass sie sich wie russische Mamutschkas im Topf aus gehärtetem Aluminium ineinanderstapeln lassen – samt einem kleinen Benzin- (z. B. MSR Simmerlite) oder Gaskocher mit Kartusche. Weiterere Vorteile: Essen brennt nicht so schnell an, Flüssigkeiten kann man beim Ausgießen gut dosieren. Der Dualist besteht aus einem Topf (1,4 l, 240 g), sowie zwei Essschalen (42 g) und Thermobechern mit Deckel (78 g), Soloist aus Topf (0,9 l, 212 g) und Thermobecher (42 g).
Preis: 80/55 Euro.
Highlight des neuen Adidas-Multifunktionsschuhs Terrex Fast ist sein Fersen-Dämpfungselement (For-Motion): Es besteht im hinteren Drittel aus zwei übereinanderliegenden Sohlenteilen; das untere verschiebt sich beim Aufprall etwas und absorbiert so die Aufprallenergie. Das sorgt für eine überragende Dämpfung – ohne das sonst übliche, schwammige Tragegefühl. Außerdem trägt sich der Terrex Fast (Gewicht: 405 g) so bequem wie ein Laufschuh – trotz der festen Sohle, die optimal vor Steinen und Wurzeln schützt. Auch der Grip der Sohle ist klasse.
Preis: 110 Euro.
Die Königin unter den ultraleichten Funktionsjacken kommt von The North Face. Denn der Triumph Anorak punktet nicht nur durch sein sensationell geringes Gewicht (180 g) und minimales Packmaß, auch der Wetterschutz ist top – ein Manko von vielen ultraleichten Regenjacken. Zudem überzeugen die hohe Atmungsaktivität des Hyvent-Materials und die geringe Fläche an Nahtbändern (Tapes) – je weniger Tapes, desto mehr Feuchtigkeit entweicht. Alles in allem gibt es damit für Leichtgewichtswanderer keine Alternative zum Triumph Anorak.
Preis: 180 Euro.
Seit Jahren gilt Petzls Myo als die top Stirnlampe für Wanderer: Ob Leuchtbild, Reichweite (95 m) oder Ausdauer (> 200 h) – sie überzeugt unter jedem Gesichtspunkt. Die neueste Version, die Myo RXP, bietet zusätzlich die Möglichkeit, ihre drei Helligkeitsstufen individuell zu programmieren. So lässt sich auch die Schaltreihenfolge umkehren: Die Myo beginnt dann nach dem Einschalten mit der schwächsten Leuchtstufe, statt wie üblich mit der stärksten. Ebenfalls praktisch: Der Blinkmodus kann auf das SOS- oder das Alpine Notsignal umgestellt werden.
Preis: 75 Euro.
Solotrekker werden es lieben: das Hilleberg Soulo. Denn es ist das erste frei stehende Einpersonenzelt, das rundrum überzeugt: Es lässt sich kinderleicht aufbauen, steht stabil im Sturm und bietet viel Raum für eine Person – sogar ein Hund passt noch mit hinein. Auch die geräumige Apsis gefällt: Hier kann man das Gepäck trocken unterstellen und bei Regen prima kochen. Ein Dachlüfter hält das Zeltklima im Lot, weite Eingänge sorgen für bequemen Ein- und Ausstieg. Trotz robuster Bodenwanne und reißfestem Außenzelt wiegt das Soulo nur 2,1 Kilo!
Preis: 600 Euro.
Es mag noch leichtere Rucksäcke geben, in der Summe seiner Eigenschaften kann dem Exos 46 von Osprey (48 l) kaum ein anderer Leichtrucksack das Wasser reichen. Keiner bringt geringes Gewicht (1050 g, ohne Deckel 940 g), Komfort und gute Lastübertragung besser unter einen Hut: Erst ab 13 Kilo kommt der Exos an seine Grenzen – genug für Leichtgewichtstreks oder Wochenendtouren. Außerdem bietet keiner mehr Ausstattung, keiner eine so gute Belüftung. Sie verhindert, dass man überhitzt – und das spart mehr Kraft als ein noch leichterer Rucksack.
Preis: 180 Euro.
GPS-Geräte haben einen Nachteil: Die benötigten Spezialkarten zeigen ein eher schematisches Abbild des Geländes. Wer auf die von Papierkarten gewohnte Darstellung nicht verzichten möchte, hat nun eine Alternative: das Active 10 von Satmap. Es zeigt die digitalen Topokarten der Landesvermessungsämter anschaulich und detailliert an. Ebenfalls top: das große Display und die ausgereiften Navigationsfunktionen. Mit drei Lithiumbatterien hält das robuste Gerät rund 15 Stunden durch, was es zur idealen Wahl für Tages- und Wochenendtouren macht.
Preis: 400 Euro.
Suchen Sie das perfekte Vierjahres-Zeiten-Zelt für drei bis vier Personen? Hier ist es: Das Pegasus von Exped trotzt dank der sich insgesamt siebenmal kreuzenden vier Gestängebögen (geodätisches Prinzip) selbst heulenden Winterstürmen und lässt sich schnell und einfach aufbauen. Es steht in rund vier Minuten – Rekord für diesen Zelttyp. Hinein geht es je nach Windrichtung über die kleine Apsis hinten, oder man nutzt einen der beiden Eingänge an der riesigen Bogenapsis vorne. Auch das Gewicht (6,5 Kilo) liegt voll im grünen Bereich. Klasse!
Preis: 800 Euro.
Outdoor kennt kaum eine vielseitigere Hose, denn die Traverse Pants von Lundhags fühlt sich auf Treks und Wanderungen genauso wohl wie auf Bergtouren. Sie besteht aus hautfreundlichem, winddichtem Baumwoll-Polyester-Gewebe, das durch eine umweltfreundliche Imprägnierung sogar vor Nieselregen schützt. Schoeller-Stretcheinsätze (Knie und Gesäß) sorgen für top Bewegungsfreiheit, Zipper an den Oberschenkeln bei Bedarf für Frischluftzufuhr. Top: der verstellbare, mit Haken am Schuh fixierbare Beinabaschluss ersetzt Gamaschen.
Preis: 135 Euro.
Integral Designs erfüllt mit dem schlichten PLQ Jacket den Traum eines jeden gewichtsbewussten Outdoorers. Der mit Kunstfasern (Primaloft Sport) gefüllte Schlupfer bringt gerade mal 400 Gramm auf die Waage (Packmaß: 2,1 l) und lässt sich als Kälteschutz für die Pausen oder im Camp bis minus zwölf Grad einsetzen – in dieser Gewichtsklasse eine überragende Leistung. Das Kunststück gelingt, weil es kaum Nähte gibt, die die Isolation schmälern würden. Weiterer Pluspunkt des in Kanada hergestellten Schlupfers: die hohe Bewegungsfreiheit.
Preis: 170 Euro.
Der Swallow von Feathered Friends gehört durch ständiges Feintuning seit über 20 Jahren zu den besten Daunenschlafsäcken der Welt. Dank 520 Gramm edelster Daune wärmt er kälteunempfindliche Schläfer bis minus zehn Grad – trotz seines geringen Gewichts (1000 g) und des nicht allzu engen Schnitts. Außerdem begeistern das kuschelige Schlafgefühl und die passgenaue, bequeme Kapuze, die sich weit öffnen lässt – ein großes Plus in lauen Sommernächten. Auch die Material- und Verarbeitungsqualität setzt Maßstäbe. Herstellungsland: USA.
Preis: 459 Euro.
Garmin MapSource-Karten zählen zu den innovativsten digitalen Karten für GPS-Geräte – das zeigt auch die neue Topo Deutschland V3 eindrucksvoll: Als erste GPS-Karte ermöglicht sie Routing für Wander- und Biketouren. Ähnlich wie beim Autonavi gibt man Start und Ziel ins GPS-Gerät ein, worauf dieses automatisch eine Route berechnet – dadurch spart man sich die aufwendige Tourenplanung am Computer. Die Routing-Funktion funktioniert bisher auf über 8000 Kilometer Wander- und über 60000 Kilometer Radwegen. Nie war GPS-Navigation einfacher!
Preis: ab 170 Euro.
Die Terra Shell von Mountain Hardwear trifft ins Schwarze. Die leichte Dreilagenjacke (400 g) hält einem Wind und Wetter vom Leib, trägt sich fast so geschmeidig wie eine Softshell und bietet top Klimakomfort: Das Conduit-Material gehört zu den atmungsaktivsten auf dem Markt, und durch den Einsatz schmaler Nahtbänder (Tapes) reduziert sich deren Fläche enorm – das steigert die Atmungsaktivität. Außerdem gibt es lange Achselzipper (35 cm), über die man zusätzlich Dampf ablassen kann. Unterm Strich die ideale Funktionsjacke für Wanderer, Trekker und Kletterer.
Preis: 400 Euro.
Bei der neuen Neoair von Therm-a-Rest handelt es sich um eine Hightech-Luftmatratze. Ultraleichte Materialien drücken das Gewicht auf 420 Gramm, über 80 Kammern isolieren bei Temperaturen bis fünf Grad – das schafft keine andere Luftmatratze. Auch der Komfort kommt nicht zu kurz: Die gut fünf Zentimeter dicke Leichtmatte bügelt selbst dicke Steine und Wurzeln platt, die Liegefläche (175 x 48 cm) geht in Ordnung. Nur das raschelige Gewebe ist gewöhnungsbedürftig. Fein: Die Matte braucht verpackt so wenig Platz wie eine 1-Liter-Flasche.
Preis: 130 Euro.
Nur die beste Ausrüstung erhält die höchste Auszeichnung der Outdoor-Redaktion: den Editor’s Choice Award. Über 500 Produkte wurden getestet, aber nur 15 gewinnen 2009 den Preis.
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