Die neue Ski-Bekleidung für die Wintersaison 2015/2016


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Ziener Skimode 2015
Foto: Ziener

 

planetSNOW ISPO 2015 Mode
Foto: Maloja

 

planetSNOW ISPO 2015 Mode
Foto: Maier Sports

 

planetSNOW ISPO 2015 Mode
Foto: Mammut

 

planetSNOW ISPO 2015 Mode
Foto: Haglöfs
Die Ski-Mode für die Wintersaison 2015/2016 kann noch viel mehr, als nur auf der Piste eine gute Figur abgeben. Immer mehr Hersteller passen funktionelle Anoraks und Hosen, aber auch Softshell-Jacken, Fleece, Rollkragenpullover und Baselayers so an, dass die Kunden sie bei Schneemangel und Wintersport-untauglichem Wetter dennoch tragen können.

In Szene gesetzt werden daher die neuen Styles vermehrt mit Streetwear-Anklängen bis hin zur Allround-Funktion, mit Casual-Feeling und Urban-Spirit. Deutlich wird das etwa an Jacken, Parkas aber auch Bomber-Styles in gedeckten Farben wie Stein, dunklem und Militär-Grün, Anthrazit aber auch Melange-Optiken. Drucke, die wie grobgestrickte Wolle aussehen, Animal-Prints in Schlange oder Snow-Tiger setzen sich in meist verfremdeten Farben in Szene.

Während es im modischeren Segment durchaus mehrfarbig und mit Prints, oft Ton-in-Ton und weniger "laut", dafür farbig-frisch und kraftvoll zugeht, sind sportlichere Skifahrer in der kommenden Saison ein- bis maximal vierfarbig in klaren, frischen und leuchtenden Tönen unterwegs.

Denn bei allen äußeren Merkmalen und Auffälligkeiten muss die neue Ski-Bekleidung bestens funktionieren, ja sogar mitdenken. Daher dreht sich das Rad der Innovationen rund um hochwertige, technische Stoffe, denen ihr Know-how – weicher, leichter, atmungsaktiver – kaum anzusehen ist. So gibt es etwa technisch so behandelte Daunen, die sowohl Pistentauglich sind, aber dank schlichtem Look genauso gut in der Stadt auftreten können. Die leichten, warmen Outfits, möglichst aus ethisch korrekt gewonnenen Daunen, erinnern nur noch dann an Michelin-Männchen, wenn sich Experten auf Skitour begeben und ein Höchstmaß an Schutz benötigen. Ansonsten können sich Einsteiger bis hin zu ambitionierten Skifahrern, Freerider und besonders Tourengeher über immer geringere Packmasse und ein exzellentes Wärme-/Gewichts-Verhältnis freuen. Nach dem Motto: Weniger Loft auf der Hüfte dafür mehr Taille. Wie etwa bei einer neuen, vollständig geklebten, wasserdichten Shell aus dreilagigem Gore-Tex Laminat mit einer Futterjacke aus Nylongewebe und Füllung aus Gänsedaunen.

Auch Wind und Wetter wird mit immer leichteren und dünneren Ski-Outfits und dabei mit sinnvoll aufeinander abgestimmten „Zwiebel“-Lagen getrotzt. Solchen, die bei Bedarf mini verpackt sogar in der Hosentasche verschwinden. Absolut im Trend liegen neben ultraleichten Jacken aus Daune, Primaloft und Mischungen aus beiden, die kaum schwerer als eine Tafel Schokolade sind, knielange, wärmende Überhosen, Röcke und Westen, die in kleinen Beuteln oder den eigenen Taschen verpackt auf ihren Einsatz in der Früh oder am Abend warten.

 

ISPO Award Gewinner 2015/2016
Foto: ISPO Munich / Hersteller Eider Pulse Hybrid Jacket

Hybrid-Outfits auf dem Vormarsch

Ihren Siegeszug setzen weiterhin Hybrid-Outfits fort: Diese Kombinationen aus mehreren Funktionen (Hard- mit Softshell, verschiedene Stretch-Materialien, Daune, Primaloft, Merino, Fleece oder Strick), verbinden so ziemlich alles an Know-how, was der Markt derzeit zu bieten hat. Highlights unter den Multifunktionen sind etwa Kombinationen aus Daune/Primaloft mit Stretch. Innovativ ist ein Mix mit Gore-Tex, Windstopper, Polartec, einem Schoeller Hightech-Material, dazu Tirol Wool und Merinowolle, alles zusammen in der Skitouren-Jacke und -Hose Seswenna von Salewa. Bei den neuen 12-Wege Stretch-Kombinationen sind sowohl Oberstoff, als auch Membran und Futter dehnfähig; hinzukommen noch Keramikmembran und ein Phase-Chance-Material (PCM). Leichter wird es auch mit ungefütterten Gore-Tex-Modellen und mit neuen 3D-Strickttechnologien für Fleecestoffe, etwa von Toray. Das Fleecekonzept Karuishi der Japaner macht sie mit seiner neuen Struktur nicht nur bis zu 50 Prozent leichter als herkömmliche Fleece, sie speichern zudem 20 Prozent mehr Körperwärme.

Flexibilität ist der Anspruch, den gerade sportliche Ski-Fans hegen. Hier speziell die rasch wachsende Gruppe der Freeride-Tourer, die auf der Piste als auch im Gelände und zu Fuß oder mit Fellen im freien Gelände unterwegs sind. Ihre Bekleidung muss neben Schutz und reichlich Atmungsaktivität, neben sinnvollen Lüftungssystemen, hohen Krägen, hochgeschnittenen Hosen und (mehrfach) anpassbaren, helmkompatiblen Kapuzen vor allem größtmögliche Bewegungsfreiheit bieten können. Im Einsatz sind neben hochflexiblen, längeren und schmaleren Schnitten wichtige Details, die auch mit Airbag-Rucksack kompatibel sind. So wird auf Schulternähte verzichtet, Funktionen wie Lüftungszipper oder tiefergesetzte Hosentaschen unter Anoraks im Parkastil bleiben bedienbar. Taschen haben große Klettverschlüsse, um mit Handschuhen geöffnet werden zu können. Im Kommen sind etwa Anoraks, die aus einem Schnitt, bzw. aus einem Teil gefertigt werden.

Neue Materialien von Primaloft, Gore-Tex, Polartec

Da Funktion gerade bei hohen aeroben Belastungen eine enorm wichtige Rolle spielt, kommt mit der neuen, vielseitigen Primaloft Silver insulation active, ein weiches, komprimierbares und wasserabweisendes IsolationsmateriaI. Ihm gelingt die Ableitung überschüssiger Körperwärme und Feuchtigkeit für ein trockenes Tragegefühl bei Belastung. Ideal damit auch für den ganzjährigen Einsatz, um nicht ständig einzelne Schichten an- oder ausziehen zu müssen. Neu ist zudem Gore-Tex C-Knit. Dabei werden Gore-Tex Membran und Oberstoff mit einem sehr dünnen, dichten und leichten Futterstoff aus rundgestricktem Trikotstoff zu einem dreilagigen Laminat verbunden. Dieses ist geschmeidig weich, sehr atmungsaktiv und so auch für lange Trekking- oder Wandertage geeignet. Außerdem wird Polartec Power Wool erwartet. Der neue Next-to-Skin Stoff aus Wolle auf der Haut und synthetischen Fasern außen kommt mit seiner patentierten Konstruktion den oft wechselnden Bedürfnissen unterschiedlicher Umgebungen und Bedingungen entgegen: Ob heiß oder kalt, feucht oder trocken – ob beim schweißtreibenden Aufstieg mit hohen Anforderungen an das Feuchtigkeitsmanagement oder viel Schutz vor der Kälte beim Abfahren.

 

planetSNOW ISPO 2015 Mode
Foto: Peak Performance Peak Performance Black Light Tantum

PFC-freie Ski-Bekleidung

Zunehmend setzen Hersteller Langlebigkeit und Nachhaltigkeit bei oftmals bis zu 100 Prozent bereits recycelten und recycelbaren Polyester-Outfits ein. Jetzt bieten sie hierbei auch PFC-frei imprägnierte Hardshell Ski-Jacken und Hosen an. Ohne Funktions-Verlust starten zudem flourcarbonfreie Drei-Lagen Hardshell-Kombinationen in den Winter, die per neuartigen DWR-Finish vor Verschmutzung und Nässe geschützt sind. Erstmals im Einsatz wird eine Dermizax-Membran aus pflanzenbasierten Ressourcen sein. In ihren Ecodear-Laminaten verknüpft Erfinder Toray die pflanzenbasierte Hochleistungsmembran DERMIZAX mit dem ebenfalls pflanzenbasierten Nylon-Oberstoff unter Einsatz einer 3D-Technologie. Ohne einen Tropfen Wasser gefärbt – von der Außenhaut bis zur Innenschicht – kommt zudem das neue DryDye-Verfahren aus, das damit im Produktionsprozess je zur Hälfte Wasser und Chemie einspart und für Peak Performance eingesetzt wird. Zu guter Letzt taucht Kork in Softshell-Jacken und –Hosen für Wintersportler auf: Corkshell von Schoeller gilt als nachhaltige, umweltfreundliche Alternative, da das Tantum-Material aus einem Nebenprodukt stammt, das bei der Herstellung von Weinkorken entsteht. Outfits mit diesem Gewebe isolieren gut, sind wasser-, windabweisend und hoch dehnbar.

Die ISPO MUNICH 2015 findet vom 05. bis 08. Februar 2015 auf dem Gelände der Messe München statt. Weitere Informationen zur ISPO MUNICH sowie das komplette Rahmenprogramm finden Sie unter munich.ispo.com

Fotostrecke: Das sind die "Gold-Gewinner" in der Kategorie Outdoor

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ISPO Award Gewinner 2015/2016 Foto: ISPO Munich / Hersteller
ISPO Award Gewinner 2015/2016 Foto: ISPO Munich / Hersteller
ISPO Award Gewinner 2015/2016 Foto: ISPO Munich / Hersteller

Video: ISPO On Snow Preview

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Video: ISPO Munich
13.09.2015
Autor: ISPO Munich
© outdoor