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World Aids Awareness Expedition - Dufour-Spitze
200 Berggipfel sollen mit einer AIDS-Gipfelfahne versehen werden. Gerade hat das WAAE-Cape-to-Cape-Team die Aiguille du Toule gemeistert und die Dufour-Spitze versucht.
Mehr Informationen zur World Aids Awareness Expedition
"Fünf Kilometer Gletscherquerung, erst im Zwielicht, dann taucht die aufgehende Sonne eine grandiose Gipfelkulisse in ihren flammend roten Schein. An Scharten und Kanten türmt sich der vom Wind herbeigewehte Schnee zu bizarren Figuren. Wir passieren scheinbar grundlose Gletscherspalten, über die schmale Brücken aus Schnee führen – der Eiseshauch aus gähnender Tiefe ist für einige ein neues und leicht gruseliges Erlebnis."
Dunkelziffern ins Licht holen
Das Cape-to-Cape-Team um Joachim Franz folgt weiter der Mission: Den Anfang machen zur World Aids Awareness Expedition, und die ersten 20 Gipfel bestreiten. So kommt es, dass am 19. Oktober morgens um 9:15 Uhr die Banner mit den geschätzten Dunkelziffern der HIV-Infizierten und Aidskranken Frankreichs (210.000) und Italiens (250.000) im Wind knattern.
"Der Rückmarsch zieht sich. Regina wird später sagen: 'Das waren gefühlte 500 Kilometer.' In 3500 Metern Höhe macht sich jetzt die fehlende Akklimatisierung bemerkbar. Die gleißende Sonne bringt uns ins Schwitzen. Das Gewicht der Rucksäcke drückt: An die 25 Kilo lasten auf den Schultern – Alexa schleppt also fast die Hälfte des eigenen Körpergewichts mit."
Ein ambitioniertes Team mit einem ambitionierten Ziel: Öffentlichkeit schaffen für die Krankheit Aids. Im Rahmen der WAAE sollen 200 Berggipfel mit AIDS-Gipfelfahnen versehen werden, dabei kann jeder mithelfen.
Winter an der Dufour-Spitze
Das Team an der Dufour-Spitze musste sich dem akuten Wintereinbruch fügen: „Gipfel war leider nicht möglich. Sind mit 30-kg-Rucksäcken zur Monte-Rosa-Hütte. 1. Problem: Auf der Hütte kein Wasser zum Kochen, mussten weit oben Schnee holen. Wetter war super, aber durch die schwere Schlepperei zur Hütte Ruhetag nötig, da wir erst nachts an Hütte ankamen. Aufbruch zum Gipfel um 2 Uhr nachts. Erst ging es endlos durch wirres Blockgestein aufwärts. Dann ging´s am Gletscher aufwärts.
Teilweise trug der Schnee, teilweise spurten wir knietief. Uns wurde klar, dass wir mit der Spurarbeit den Gipfel (immerhin 1850 Höhenmeter ab Hütte) nicht erreichen konnten. Um 5.30 h kamen wir auf 3.400 Meter in die erste große Spaltenzone. Durch den Neuschnee waren nur die größeren Spalten sichtbar. Da es um diese Zeit noch dunkel war, erschien Weitergehen nur mit Stirnlampen durch die Spaltenzonen zu gefährlich. Wir machten noch ein paar Nachtaufnahmen mit dem Banner. Entschlossen uns dann schweren Herzens, umzukehren. Wir hätten gerne die Aufnahmen vom Gipfel nach Hause gebracht, leider nichts zu machen.“
Flagge zeigen
Die Aktion "Cape to Cape" nimmt die ersten 20 der 200 anvisierten Gipfel in Angriff. Vom Nordkap bis Südafrika sollen Zeichen gesetzt werden: Am 06. Oktober 2008 startete am Nordkap in Norwegen die WAAE. Diese 7. Aids-Expedition von Joachim Franz führt ein 18 Personen starkes Team bis zum 1. Dezember 2008, dem Weltaidstag, nach Kapstadt in Südafrika.
Mehr Info unter www.waae.de.
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