Wir zeigen Ihnen jetzt schon die Highlights für die nächste Wintersaison - plus die Gewinner des ISPO Award mehr ...
Blind auf den Elbrus (5642 m) - für den guten Zweck
Der blinde Bergsteiger Jörg von de Fenn wird im Juni den Elbrus besteigen. Doch neben der sportlichen Herausforderung möchte er ein Zeichen setzen und blinde Menschen unterstützen.
Wenn der 39-jährige Jörg von de Fenn von seiner Leidenschaft, dem Bergsteigen, berichtet, stockt den meisten Zuhörern erst einmal der Atem. Denn der begeisterte Sportler ist seit seinem 21. Lebensjahr blind.
Den Kilimandscharo und den Großglockner (siehe Bilder in der Fotostrecke) hat er schon bezwungen – nun macht er sich zum Elbrus (5642 Meter) auf. Vom 19. bis 26. Juni wird er mit einem Team die Besteigung des höchsten Bergs des europäischen Kontinents in Angriff nehmen. Diesmal steht nicht nur der sportliche Erfolg auf seinem Plan. Seit Jörg von de Fenn den schnellsten blinden Langstreckenläufer der Welt, Henry Wanyoike aus Kenia, kennengelernt hat, bewegt ihn eine weitere Mission: Auf die Lebensumstände von blinden Menschen in Entwicklungsländern aufmerksam machen und um konkrete Unterstützung werben.
Zum Beispiel für das Sehbehindertenprogramm der Christoffel Blindenmission in Kikuyu/Kenia, das auch den Läufer Wanyoike unterstützt hat. Von de Fenn meint: „Der Blinde kann alles, wenn er die richtige Assistenz hat“. Daher möchte er mit seiner Aktion dafür werben, auch blinden Menschen in weniger entwickelten Ländern Hilfe zukommen zu lassen.
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) will das gemeinsame Leben und Lernen von behinderten und nicht-behinderten Menschen fördern. Das Programm für Sehbehinderte am Kikuyu-Augenhospital wurde 1994 ins Leben gerufen. „Low-Vision-Dienste“ umfassen die medizinische, pädagogische und rehabilitative Versorgung sehbehinderter Menschen. In der Low-Vision-Klinik in Kikuyu werden vor allem Kinder untersucht und mit Hilfsmitteln versorgt, es werden Therapien für sie erarbeitet und Eltern beraten. In 14 ambulanten Low-Vision-Stationen werden ebenso Menschen regelmäßig untersucht und betreut. Im Jahr 2007 waren in der Klinik und in den Außenstationen über 13.000 Patienten, die die Dienste des Projekts beanspruchten.
Die CBM unterstützt weltweit fast 1000 Projekte in 105 Ländern. Das Hauptziel der internationalen, christlichen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern, die behindert sind oder in der Gefahr stehen, behindert zu werden. Im Jahr 2008 wurde sie 100 Jahre alt. Zwölf CBM-Regionalbüros weltweit assistieren den derzeit 759 Partnerorganisationen bei der Bereitstellung ihrer Dienste für Menschen mit Behinderungen.
Sie wollen sich engagieren? Mehr unter www.cbm.de oder einfach spenden an:
Postbank Nürnberg
(BLZ 760 100 85) Nr. 8576-853
Bezirkssparkasse Bensheim
(BLZ 509 500 68) Nr. 5050505
Weitere Artikel:
Radical Reels Film Tour in Deutschland: Trailer & Termine Mammuts neuester Gag: Geocaching mit Gewinnen Alpines Klappfahrrad - Bergmönch geht in Serie (+ Video)

