Bergsteiger und Deuter-Urgestein Bernd Kullmann auf OutDoor-Messe geehrt

Foto: Messe Friedrichshafen | OutDoor Show Bernd Kullmann
Bereits zum elften Mal wurde auf der OutDoor-Messe eine Persönlichkeit geehrt, die sich um die Branche besonders verdient gemacht hat: 2016 erhielt "Mr. Deuter" Bernd Kullmann den OutDoor Honor Award.

TV-Moderator und Laudator Michael Pause würdigte zur Verleihung auf dem Messegelände in Friedrichshafen die Leistung des Preisträgers: "Trotz über 100jähriger Geschichte wäre Deuter heute nicht das, was es ist, ohne Bernd Kullmann."

Obwohl er als "Mr. Deuter" wahrgenommen wurde, war für Kullmann immer nur der Rucksack wichtig und das Team, das ihn entwickelt. "Ich habe nur das gemacht, was ich am besten konnte: Klettern und Bergsteigen", sagte er einmal über sich. Und das konnte er wirklich. Mit
24 Jahren in Jeans und mit Rucksack auf dem Rücken den Mount Everest zu besteigen, ist schon eine große Sache. Aber die Berge sind nur eine der drei Lebenssäulen von Bernd Kullmann. "Familie, Beruf und das Bergsteigen muss im Einklang sein", so Kullmann - und eines verlangte er auch als Firmenchef immer von seinem Team: Kreativität.

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Dass er nicht als Lehrer glücklich geworden wäre, erkannte Kullmann früh, hängte den Lehrberuf nach einem glänzenden Examen an den Nagel, um seinen Sport und den Job besser zu verbinden. Vom "Reisenden für Rucksäcke" 1986 über den Außendienst bis hin zum Deuter-Geschäftsführer 2006: Kullmann war und ist schon immer Teamplayer und überzeugt davon, dass eine Mannschaft besser funktioniert, wenn man Spaß an der Arbeit hat - und das richtige Umfeld.

So ist es auch Kullmanns Initiative zu verdanken, dass Deuter zum Jahreswechsel 2012/13 mit dem Team endlich in angemessene Räumlichkeiten umziehen konnte. Typisch Kullmann: Er befragte seine Mitarbeiter vor der Planungsphase wie sie sich ihren künftigen Arbeitsplatz vorstellen.

Bernd Kullmann war aber auch immer einer, der über den Tellerrand hinausschaute. Er förderte ein partnerschaftliches Verhältnis und blieb konstant seit 1993 bei einem Rucksackproduzenten in Vietnam, weil er überzeugt ist, dass faire Arbeitsbedingungen auch in Asien wichtig sind und diese sich auf die Qualität der Produkte auswirken. Deuter ist heute Mitglied der Fair Wear Foundation und hält dort einen "Leader Status".

Kullmann hat auch früh erkannt, dass Umwelt und eine nachhaltige Produktion wichtig sind. Er engagierte sich jahrelang im Bundesverband der deutschen Sportartikel Industrie in der Fachgruppe Outdoor und saß im Kuratorium Sport und Natur.

2013 übergab Bernd Kullmann schließlich die Unternehmensführung an seinen Nachfolger und fungiert seitdem als Markenbotschafter für Deuter.

Diese stellten auf der OutDoor 2016 in Friedrichshafen u.a. auch diese Highlight-Produkte aus:

Neue Deuter Aircontact Pro Rucksäcke

Die Trekkingrucksäcke aus der Deuter Aircontact Pro Reihe wurden für 2017 komplett überarbeitet und präsentieren sich nun cleaner und schlanker, mit größerer Frontöffnung und reduziertem Rucksack-Design. Das überarbeitete Tragesystem verspricht jetzt noch mehr Lastübertragung bei höherer Bewegungsfreiheit und besserer Rückenbelüftung (bis zu 30 Kilo Gepäck). Die aufgefrischten Deuter Aircontact Pro Rucksäcke bieten ein Volumen von 55+15 und 65+15 Liter in der Damen SL-Version, sowie 60+15 (siehe Foto) und 70+15 Liter.

Neu dazu kommt die Deuter Gravity-Linie: Neben Chalkbags, Seilsack und Seilunterlage besteht sie aus zehn Rucksäcken für Vertikalunternehmungen und Klettereien aller Längen und Schwierigkeiten. Bei den Schlafsäcken ergänzt Deuter sein Sortiment um sieben neue Astro-Daunenschlafsäcke, die über elastische Innennähte verfügen.

Weitere Highlights der OutDoor 2016:

15.07.2016
Autor: OutDoor Show | Ralf Bücheler
© outdoor