Mexico – Wandern in der Sierra Norte

Datum: 07.12.2011 (20:00) bis 07.12.2011
Ort: 01279 Dresden
Land: Deutschland
Kategorie: Vortrag
Webseite zum Event: http://www.trekking-welten.de/
Weitere Informationen: Restaurant Tolkewitz (direkt neben Büro von Trekking Welten )
Wehlener Str. 26, 01279 Dresden
Straßenbahnlinien 6 und 4 direkt an der Haltestelle Johannisfriedhof

Bitte beachten Sie: Diesmal findet die Veranstaltung an einem Mittwoch statt!

Vortrag von Ray Hartung: Taufrisch werden die Reiseeindrücke sein, von denen Ray Hartung dann berichten kann: Mexico – Wandern in der Sierra Norte. Der Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise, die in Mexiko City beginnt und Sie über die Sierra Norte zum Pazifik führt.

Mexiko City, das „Herz“ Mexikos, wird Sie mit seiner Fülle an Leben, Kulturen, Historie begeistern. Nicht nur Frida Kahlo und Diego Rivera, die wohl in Europa bekanntesten Maler Mexikos, werden im Künstlerviertel von Mexiko City Besucherinteresse finden. Ihr Wohnhaus ist heute Museum. Wie ein Dorf wirkend, lädt das Viertel mit vielen Märkten, Straßenkünstlern, Cafés und kleinen Restaurants zum Bummeln ein. Außerhalb der City wird Geschichte (be)greifbar. Ob die Pyramiden von Teotihuacan, die Ausgrabungsstätten von Monte Alban und Mitla oder Oaxaca, das zum Weltkulturerbe zählt – sie alle berichten von Glanz und Größe vorspanischer Zeit, von Kultur und Leben der Zapoteken, der Urbevölkerung Mexikos, die auch heute noch den Süden des Landes, den mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, bewohnen – mehr als eine Dreiviertelmillion Zapoteken sollen es in Mexiko sein.

Lebendige handwerkliche Traditionen beeindrucken den Besucher u. a. in Tetitlán del Valle, dem kleinen Ort, der bekannt ist für die Herstellung der berühmten Zarapes (der typisch mexikanischen bunten Umhänge). Der Herstellung darf man zusehen, auch die Produkte erwerben.

Die Natur bietet in der Sierra Norte, dem Wanderparadies mit Höhen zwischen 2500 und 3200 Metern, kühles Gebirgsklima.

Über 6000 Pflanzenarten aus verschiedensten Vegetationstypen finden sich auf geringem Raum und bilden einen bizarren Mix aus Regenwald, Kiefern, Eichen, Palmen, Orchideen, Flechten, Pilzen. Die Tierwelt ist reich vertreten mit tropischen Arten, wie dem Tapir, bis hin zu Hirschen, Jaguaren, Pumas, Affen, Papageien und Tukanen, die allein schon sechs unterschiedliche Gattungen und 45 verschiedene Arten zählen.

Die Naturschutzgebiete sind bestens erhalten und werden von den Bewohnern der Gebirgsdörfer betreut. Einst mystische Bergdörfer, versteckt in der Sierra Norte, gipfelten die Bemühungen der mexikanischen Regierung, die einheimische Bevölkerung (meist Indios) in die Gesellschaft zu integrieren, im Zusammenschluss von acht Dörfern zu „Pueblos Mancomunados“. Dieses Projekt dient dem Schutz der Region wie der Förderung des Ökotourismus in kostbaren, aber bislang touristisch unterentwickelten Regionen Mexikos gleichermaßen. So organisieren die Dörfer selbst u. a. Wanderungen von Ort zu Ort auf alten Handelspfaden, die die Region schon zu vorspanischer Zeit durchzogen. Gespräche mit Dorfbewohnern, Erhalt alter Bräuche und Gepflogenheiten (z. B. das Temazcal, ein indianisches Dampfbad im Freien), enger Kontakt mit den Einheimischen – der Wanderer bewegt sich zugleich in Geschichte und Gegenwart.

Das Ende der Wanderung bildet die Ankunft am Pazifik. Traumstrände und Meer laden zum Entspannen ein. Und zum Verarbeiten der selten so vielfältigen Eindrücke aus der intensiven Begegnung mit Natur und Menschen.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.