Jacken im Test

Testbericht: The North Face Summit L6 Jacket

Foto: Benjamin Hahn
Unser Test 2015 ergab: Die Daunenjacke The North Face Summit L6 Jacket ist extrem warm, verhältnismäßig leicht und empfiehlt sich besonders für Alpinisten, die es auch bei klirrender Kälte in die Berge zieht.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • top Wärme-Gewichts-Verhältnis, hervorragende Isolation
  • nach Tierschutzrichtlinien zertifiziert, hochwertige Daune
  • pfiffige Details, hervorragende Bewegungsfreiheit

Was uns nicht gefällt

  • die Kapuze passt nur mit Helm gut

Für alte Hasen sind die extradicken Daunenjacken von The North Face legendär. Nun steht mit dem Summit L6 Jacket der neuste Spross in den Startlöchern. Prall gefüllt mit hochwertiger, nach strengen Tierschutzrichtlinien (RDS) zertifizierter Daune, erfüllt das Summit L6 Jacket auch die Erwartungen: So heizt einem die Daunenjacke selbst bei klirrender Kälte mächtig ein, bei den Messungen im outdoor-Labor zählt das The North Face Summit L6 Jacket zu den bis heute wärmsten Daunenjacken: Die untere Temperaturgrenze für wenig verfrorene liegt bei minus 35 Grad – wenn man sich bewegt sogar noch zehn bis fünfzehn Grad tiefer. In Anbetracht eines Gewichts von 1160 Gramm ist das top.

Aufgrund unterschiedlich stark gefüllter Bereiche empfiehlt sich das Summit L6 Jacket aber eher für Leute die weniger frieren. Durch die Konzentration der Isolierleistung auf die Körperflächen, die am meisten Wärme verlieren wie etwa der Rumpfbereich oder die Kapuze, lässt sich Gewicht sparen, allerdings fühlt sich die dünnere Schulterpartie kühler an – was kälteempfindliche Personen stört.

Bestnoten bekommt das The North Face Summit L6 Jacket in Sachen Bewegungsfreiheit: Es macht jede Bewegung mit und wirkt lang nicht so prall gefüllt wie es tatsächlich ist. Auch die Detaillösungen gefallen: So kommt man über einen weiteren Reißverschluss im Innern der Brusttaschen auf die Netzfächer im Jackeninnern heran – in denen man Energieriegel, Wasserflaschen oder Batterien warm halten oder die Handschuhe trocknen kann. Die Bündchen besitzen Stulpen auf weichem Stretchstoff. Außerdem lassen sich alle Zipper problemlos bedienen und der Kragen bietet ab dem Hals so viel Platz, das das Summit L6 Jacket gut über dickere Bekleidungsschichten darunter passt, wie zum Beispiel das Summit L4 Jacket (Link). Nur die Kapuze ist ohne Helm etwas zu groß und macht Kopfbewegungen nicht mit.

Technische Daten des The North Face Summit L6 Jacket

Preis: 600 Euro
Gewicht: 1160 g

Fazit:

Extrem warm und verhältnismäßig leicht, empfiehlt sich das The North Face Summit L6 Jacket vor allem für Alpinisten, die es auch bei klirrender Kälte in die Berge zieht.

The North Face Summit L6 Jacket im Vergleichstest


The North Face Summit L6 Jacket im Vergleich mit anderen Produkten

15.12.2015
Autor: Frank Wacker
© outdoor