Jacken im Test

Testbericht: The North Face Summit L5 Jacket

Foto: Benjamin Hahn
Das L5 Jacket von The North Face vereint Strapazierfähigkeit mit top Klima und einem hervorragenden Wetterschutz - die ideale 3-Lagenjacke für anspruchsvolle Trekking- und Bergtouren zu jeder Jahreszeit.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • schützt bestens vor Wind und Wetter
  • hervorragendes Klima und angenehmer Tragekomfort
  • strapazierfähige Materialien

Was uns nicht gefällt

  • zum Teil hakelige Zips, die unteren Taschen sitzen recht tief

outdoor Logo Testurteil

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Bei der Dreilagenjacke The North Face Summit L5 Jacket aus der neuen Summit Series greifen die Produktentwickler tief in die Trickkiste: Statt unterschiedliche Materialien zusammenzusetzen um etwa das Gesäß oder die Unterarme zu verstärken, wird beim Weben der Stoffbahnen die Dicke des Garnes verändert (Fuseform Technik). Stark beanspruchte Bereiche besitzen dickere Fäden, Stellen, die besonders geschmeidig sein sollen, dünnere. Durch die exklusiv von The North genutzte Fuseform Technik reduziert sich die Anzahl der Nähte um gut zwei bis drei Meter – und damit auch die Menge an Nahtbändern (Tapes), die von innen zum Abdichten der Nähte aufgeklebt werden. Das bietet mehrere Vorteile: Das L5 Jacket wird leichter, geschmeidiger und atmungsaktiver, weil über Tapes keine Feuchtigkeit entweichen kann.

Letzteres trägt mit dazu bei, dass das Summit L5 Jacket in Sachen Klimakomfort zu den Topperformern zählt, der Schlüssel liegt aber im Dryvent-Material: Es zählt zu den luftigsten und angenehmsten Dreilagenlaminaten, die outdoor je getestet hat. Zum einen entweicht über die minimal luftdurchlässige, noch winddichte Membran sehr viel Feuchtigkeit, zum anderen fühlt sich das innen aufgebrachte Futter selbst bei vollgesaugtem Außenstoff weniger nasskalt an als man es gewohnt ist. Außerdem gibt es lange Achselzips (Länge: 38,5 cm), die bei Bedarf für einen kühlenden Luftaustausch sorgen. Sie könnten aber noch geschmeidiger laufen.

Ansonsten fällt die Ausstattung des The North Face Summit L5 Jackets schlicht aus: Es besitzt drei Taschen mit etwas schwergängigen Zippern. Die unteren beiden liegen recht tief, wer den Rucksackhüftgurt sehr hoch trägt, sollte probieren, ob die Polster nicht auf den Tascheninhalt drückt. Der Frontreißverschluss läuft dagegen wie geschmiert und alle Züge lassen sich problemlos bedienen. Gewicht (565 Gramm) und Packmaß (2,2 Liter) stimmen ebenfalls.

In Sachen Tragekomfort sammelt das The North Face Summit L5 Jacket fleißig Punkte: Selbst beim Klettern macht es jede Bewegung mit, trägt sich für eine so robuste Dreilagenjacke angenehm geschmeidig und raschelt weniger als andere Modelle ihrer Klasse. Die Kapuze lässt sich exakt an den Kopf anpassen, vorgeformte Bündchen reichen bis zu den Knöcheln und wärmen den Handrücken.

Und der Wetterschutz? Der liegt ebenfalls auf Topniveau, so meistert das L5 Jacket die outdoor-Powerberegnung, die einen mehrstündigen, sturmgepeitschten Wolkenbruch simuliert, ohne Nässeeinbrüche. Außerdem schützen die Kapuze mit ihrem versteiften Schild und der bis zur Nasenspitze reichende Kragen klasse vor eisigem Wind. Nur die Imprägnierung könnte dauerhafter sein – was sich mit Imprägnierspray (Tipp: Fibretec Green Guard) aber schnell beheben lässt.

Technische Daten des The North Face Summit L5 Jacket

Preis: 550 Euro
Gewicht: 565 g
Packvolumen: 2,2 l

Fazit:

Das The North Face L5 Jacket vereint Strapazierfähigkeit mit top Klima und einem hervorragenden Wetterschutz – die ideale Dreilagenjacke für anspruchsvolle Trekking- und Bergtouren zu jeder Jahreszeit.

The North Face Summit L5 Jacket im Vergleichstest


The North Face Summit L5 Jacket im Vergleich mit anderen Produkten

15.12.2015
Autor: Frank Wacker
© outdoor