Biorhythmus beeinflusst abendlichen Heißhunger (und: wie Sie diesen vermeiden)

Frau vor Kühlschrank - Snacksuche
Foto: Christopher Boswell / Shutterstock
Abendlicher Heißhunger kann von einem verschobenen Biorhythmus ausgelöst werden, fanden Forscher heraus. Wer den Mechanismus kennt, kann vorbeugen.

Abends kommt der Heißhunger auf Süßigkeiten und kalorienreiche Snacks? Forscher aus Oregon und Boston behaupten, dass ein verschobener Biorhythmus - also die gestörte "innere Uhr" des Menschen - daran schuld sei. Das berichtete die Zeitschrift "Obesity".

In der Studie beobachteten die Forscher die Ernährungsmuster normalgewichtiger Menschen. Sie dokumentierten ihre Aktivitäten sowie die eingenommenen Mahlzeiten. Außerdem berücksichtigten sie die "innere Uhr" der Testpersonen und wie oft die Personen sich hungrig fühlten.

Außerdem waren die Probanden veränderten Lichtverhältnissen ausgesetzt worden, sie lebten für die 13 Tage der Untersuchung unter stark abgedunkelten Lichtverhältnissen. (Denn künstliches Licht soll auch dazu beitragen, dass wir abends länger wach bleiben, als dies unsere Vorfahren ohne Elektrizität getan haben. Damit haben wir auch einen veränderten Biorhythmus als diese.) Das Ergebnis des Experiments war, dass Aktivitäten und Appetit der Testpersonen zum Ende des Testzeitraums gleichmäßiger über den Tag verteilt waren als vorher.

 

Frau vor Kühlschrank - Snacksuche
Foto: Christopher Boswell / Shutterstock Noch ein Betthupferl? Abends kommt oft noch einmal der Appetit.

Die Schlussfolgerung der Forscher: Unser verschobener Biorhythmus sorgt unter anderem dafür, dass wir abends noch einmal Appetit bekommen und daraufhin eine Menge Energie tanken. Dies sei genau die Taktik, mit der Sumo-Ringer ihr Gewicht erhöhen, erklärt Dr. Steven Shea von der Oregon Health & Science University. Der Umkehrschluss liegt auf der Hand: Wer spätem Appetit und Heißhunger-Anfällen am Abend vorbeugen möchte, muss also versuchen, den eigenen Biorhythmus wieder in "natürlichere" Bahnen zu lenken.

Quelle: sciencedaily.com

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10.05.2013
Autor: Hilbig / Burmester
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