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Trekkingrouten für Trittsichere: Nationalpark Gesäuse
Eigentlich dürften wir den Nationalpark Gesäuse hier noch gar nicht »Nationalpark« nennen. Erst am 30. Oktober dieses Jahres wird er in den erlauchten Kreis der österreichischen Nationalparks aufgenommen und ist dann ein Teil des besten Sixpacks des Landes. Der Nationalpark Gesäuse liegt im Zentrum der Ennstaler Alpen im Südwesten des Landes.
Ein Frischlings-Park
Seinen Namen hat der Nationalpark von der Ennsschlucht, die sich quasi in seinem Herzen befindet. Auf beiden Seiten des »Gesäuses« erheben sich die Gipfel der Ennstaler Alpen, wie Hochtor und Reichenstein. Kletterern aus aller Welt sind diese Namen ein Begriff. Zwar halten die Ennstaler Alpen nicht mit den Höhen der Hohen Tauern mit, aber ihre steilen Wände, schroffen Kämme und Zacken sind nicht minder imposant. Aufgrund der geologischen Beschaffenheit der Ennstaler Alpen sind viele Wege mit Leitern oder Kabelsicherungen versehen. Es ist sicher eine spannende Abwechslung, einen ausgesetzten Pfad zu gehen, man sollte aber auf jeden Fall schwindelfrei sein. Für weniger trittsichere Wanderer gibt es trotz alledem genug Wandermöglichkeiten, speziell nördlich der Enns, etwa am Großen Buchenstein.
Tour NP Gesäuse
Wander-/Kletter-Tour zur Hesshütte und Haindlkarhütte
Start: Parkplatz bei Kummerbrücke (Stausee). Start über den Wasserfallweg – nur für Schwindelfreie! Gesicherter Steig, viele Leitern. Circa 4 h bis zur Hesshütte. Dort Möglichkeit für Rundwanderung über Planspitze (Gipfel 2,5 h), Ebersanger und retour zur Hesshütte (5–6 h) Oder: Aufstieg über den Josefinensteig aufs Hochtor (gesicherter Steig). Hin und retour zur Hesshütte 5 h. Von der Hesshütte über Peternscharte (Peternpfad) zur Haindlkarhütte (Klettersteig nur für Geübte und Trittsichere und bei guten Verhältnissen 5 h). Von der Haindlkarhütte über Gsengscharte hinunter ins Johnsbachtal (2 h). Sagenweg hinunter zur Enns. Weiter entlang der Enns (1 h) oder per Autostopp retour zur Kummerbrücke (1,5 h).
Nur mit Klettersteig-Sicherungsset auf diese Wanderung gehen.
16.08.2002
© Outdoor Ausgabe 06/2002
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