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Norwegens Fjorde
Touren im Land der Mitternachtssonne.
Norwegen ist ein imposantes Land. Auf engem Raum zwischen der Küste im Westen und der schwedischen Grenze im Osten thronen Hochplateaus, versperren Gebirgszüge den Weg und schießen Wasserfälle und Sturzbäche zu Tal. Viele münden in einen der unzähligen Fjorde, dem Markenzeichen
Norwegens. Die zerfranste Küstenlinie ist gut 20000 Kilometer lang – bei einer Luftlinie vom Süd- zum Nordkap von gerade mal 2518 Kilometern. Viele dieser Fjorde bieten Paddlern interessante Tourenmöglichkeiten. Sei es für wenige Tage auf dem 42 Kilometer ins Land ragenden Lysefjord im Südwesten oder dem mit über 200 Kilometern längsten Fjord der Erde, dem Sognefjord nördlich von Bergen. Das Gefühl, im Kajak unter 1000 Meter hohen Felswänden entlang zu paddeln, lässt sich kaum überbieten.
Infos: unterwegs auf Norwegens Fjorden
Planung: Die Anreise nach Norwegen kann recht gemütlich sein. Entweder per Fähre von Kiel nach Oslo oder von Hanstholm (Dänemark) nach Bergen. Ein eigenes Fahrzeug ist fast unumgänglich. In vielen Fjorden sind Fähren unterwegs, mit denen man zurück zum Startpunkt gelangen kann.
Highlights: Im Kajak zurücklehnen, den Kopf in den Nacken legen und 1000 Meter Fels bis zum Himmel be-staunen. Dann aufs Wasser vor sich schauen und einem Seehund ins Gesicht blicken.
Fjord-Tipp: Der Lysefjord von Forsand bis Lysebotn.
42 Kilometer für zwei bis drei Tage. Kurz vor Lysebotn Achtung! Im Sommer sind hier viele Basejumper in der Luft. Zurück zum Ausgangspunkt per Fähre.
Beste Zeit: Juni–September.
Das Kleingedruckte: Ein langer Paddeltag steckt in Rücken und Armen, jetzt braucht man nur noch einen Zeltplatz. Doch links und rechts ist es steil, wo es flach wird, stehen Bauernhöfe. In den Fjorden ist es oft sehr schwer, einen Zeltplatz zu finden. Besser einen zu früh als einen zu spät nehmen. Mitunter können die Gezeiten für kleine Strömungen sorgen, gegen die man ankämpfen muss. Zwischen den Schären direkt am Meer aufpassen und vorher informieren. Kräftige und eventuell gefährliche Strömungen treten an vielen Stellen auf.
Literatur: Südnorwegen mit Lofoten, Martin Schmidt, Reise Know-How Verlag, 2000, 19,90 E.
Kategorie: In den Fjorden ist man zwar Wind und Wetter nicht so sehr ausgesetzt wie auf dem Meer, trotzdem sollte man die Gefahren nicht unterschätzen. Eine Schwimmweste sollte man unbedingt tragen – das Wasser ist das ganze Jahr über recht kalt.
Infos: Norwegisches FVA, Postfach 113317, 20433 Hamburg, Tel. 01805/001548, .www.visitnorway.com.
18.03.2003
© Outdoor Ausgabe 04/2001
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